Pushkar Christopher Müllauer aus Zürich bewältigte am 6. August 2012 den Self-Transcendence 3100-Meilen-Lauf in New York, mit nahezu 5000 Kilometern der längste zertizierte Rundenlauf der Welt. Auf dem betopushkar-muellauer-2.jpgnierten 883 Meter langen Rundkurs im New Yorker Vorort Queens - eine optimale Betreuung Läufer ist nur auf einer solchen Rundstrecke möglich - verschliss der 40-jährige Ultraläufer 12 Paar Laufschuhe. Müllauer kam beim ‘Mount Everest der Ultramarathons’, der vom Sri Chinmoy Marathon Team organisiert wird, auf den vierten Platz in einer Zeit von 48 Tagen, 8 Stunden und 22 Minuten. Das ist neuer Schweizer Rekord. Müllauer übertraf mit seiner neuen Zeit seinen alten Rekord von 2009 um 14 Stunden. Der Produktionsleiter einer Züricher Lebensmittelfirma legte im Durchschnitt täglich über 103 Kilometer zurück, nahm rund 10 000 Kalorien pro Tag zu sich und verlor trotzdem 5 kg an Gewicht.
Der feuchteste Sommer, seit dem ersten 3100-Meilen Lauf im Jahr 1997, führten dazu, dass dieses Jahr von zwölf Teilnehmern nur sechs innerhalb des Zeitlimits von 52 Tagen die Distanz von exakt 4988 km bewätigten.

"Diesen Lauf zu beenden war eine der schönsten Erfahrungen meines Lebens," sagte Müllauer nach dem Lauf. Die grösste Herausforderung für ihn war, fokussiert zu bleiben, um den ständigen Schmerzen und der Ermüdung etwas engegen setzen zu können, die auftreten, wenn man lange Zeit mehr als 100 Kilometer am Tag rennt. "Wenn man während dem Lauf die Konzentration verliert, dann öffnet man sich gegenüber Problemen wie z.B. Verletzungen." Müllauer bemerkte, dass Meditation ihm geholfen hat, das richtige Gleichgewicht zu finden und sich innerlich zu konzentrieren.

Der 3100 Meilen Lauf startete am 17. Juni und führte die Läufer durch die sengende Hitze und extreme Luftfeuchtigkeit des New Yorker Sommers. Sie mussten drei Hitzewellen durchhalten, während denen die Temperaturen gewöhnlich auf über 35 Grad Celsius anstiegen. Die Läufer liefen täglich von 6 Uhr morgens bis um Mitternacht und erfreuten sich nur weniger Stunden Schlaf bevor sie sich am nächsten Tag wieder am Start einfanden.

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Der 3100-Meilen-Lauf wurde von dem in Inden geborenen spirituellen Lehrer und begesiterrten Sportler Sri Chinmoy (1931-2007) ins Leben gerufen, der davon überzeugt war, dass Selbst-Transzendenz - über seine vorgefassten Begrenzungen hinauszugehen -, wahre Freude und Zufriedenheit erzeugt. "Ich habe erfahren wie gut einem Selbst-Transzendenz tut", sagt Müllauer. "In uns liegt etwas Tieferes, das Schranken und Begrenzungen durchbrechen kann."

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Und ein Interview mit Pushkar in englischer Sprache können Sie sich hier ansehen: