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Seit 1977 veranstaltet das Sri Chinmoy Marathon Team Ausdauerveranstaltung auf der ganzen Welt.
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Ergebnisse

Von Harkara Urmoneit
Sonntag 1. September 2013

2013

  • Nürnberg 6-Stunden Lauf 16. März 2013
  • Berlin 24-Stunden Lauf 13./14. Juli 2013
  • Berlin 12-Stunden Lauf 14. Juli 2013
  • München 6-Stunden Lauf 14. September 2013

 

2012

  • Nürnberg 6-Stunden Lauf 17. März 2012
  • Berlin 24-Stunden Lauf 14. Juli 2012
  • Berlin 12-Stunden Lauf 15. Juli 2012
  • München 6-Stunden Lauf 15. September 2012

 

2011

  • Nürnberg 6-Stunden Lauf 12. März 2011

 

2010

  • Nürnberg 6-Stunden Lauf 13. März 2010
  • Berlin 12/24 Stunden Lauf 17. bis 18. Juli 2010

 

2009

  • Nürnberg 6-Stunden Lauf 14. März 2009
  • Berlin 12/24 Stunden Lauf 11./12. Juli 2009

 

2008

  • Nürnberg 6-Stunden Lauf 15. März 2008
  • Berlin 24h Lauf 12./13. Juli 2008

 

2007

  • Berlin 24h Lauf 6/7. Oktober 2007
  • Berlin 12h Lauf 6/7. Oktober 2007
  • Nürnberg 6h Lauf 17. März

 

2006

  • 6h Lauf Nürnberg 18. März 2006

 

2005

  • Köln 48 Stundenlauf 15.-17. Juli 2005
  • Köln 24 Stundenlauf 16.-17. Juli 2005

 

2004

  • Bericht Impossibility Challenger Weltrekordspiele 2004
    Report on Impossibility Challenger Worldrecordgames 2004
  • Köln 24 Stunden Lauf vom 9.-11. Juli 2004
  • Köln 48 Stunden Lauf vom 9.-11. Juli 2004
  • Nürnberg 6 Stunden Lauf vom 13. März 2004

 

2003

  • Bericht über die Impossibility Challenger Weltrekordspiele 2003

 

More about:

23. Sri Chinmoy 6-Stunden-Lauf

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Neuigkeiten - more articles

Neuer Streckenrekord beim 6-Stunden Lauf in München

Von Jwalanta Voelckner
13. September 2025

Bei wunderschönem Laufwetter strahlten auch Läufern und Helfer um die Wette. Mit Freude im Herzen trugen die Füße einige sehr weit und so freuten sich am Ende alle über die erzielten persönlichen Leistungen und Streckenrekorde.

Bei den Damen sicherte sich die New-Comerin Antje Düthorn bei Ihrem ersten 6-Stunden Lauf den Sieg mit fantastischen 64,395 km. Bei den Herren übernahm im Laufe des Rennens Milan Šumný aus der Tschechischen Republik die Führung von Christof Mittendrein, dem Sieger der Jahre 2017 und 18. Milan, der 5. des diesjährigen Badwater Marathons überbot mit 80,674 km die alte Bestmarke aus 2014 um 300m. In seinem Schlepptau verbesserte Christof dann auch noch seine persönliche Leistung auf dieser Strecke um satte 2 km.

Mit 6 Teams war der Staffel-Wettbewerb ebenso super besetzt und mit viel Ambitionen ausgestattet. Bei den Herren pulverisierten sowohl der 1. wie auch der 2. Platz, "Eurofighter GB" und "Espresso & Cortado" den alten Rekord und stellten die neue Bestmarke auf jetzt 91,515 km.

Einen super ausführlichen Laufbericht gibt es vom Teilnehmer Rainer Leyendecker: https://ultralauf.sv-schwindegg.de/das-dutzend-ist-voll-beim-sri-chinmoy...

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Damen-Weltrekord beim Sri Chinmoy 3100-Meilen-Lauf um drei Tage verbessert

Von Antaranga Gressenich
20. Oktober 2023
  • Tsai Wen-Ya kurz vor dem Ziel
  • Tsai Wen-Ya und ihre Zeit auf der Anzeigetafel
  • Der Italiener Andrea Marcato gewinnt den diesjährigen Lauf
  • Andrea Marcato und Fabrizio di Michele vom italienischen Generalkonsulat in New York
  • Vasu Duzhiy aus St. Petersburg errang Platz 4

Die Taiwanesin Tsai Wen-Ya stellte beim Sri Chinmoy Self-Transcendence 3100 Mile Race in New York mit 45 Tagen, 12 Stunden, 28 Minuten und 44 Sekunden einen bemerkenswerten neuen Weltrekord bei den Damen auf. Die 53-jährige Floristen aus Taichung City übertraf damit die vorherige Weltbestzeit um über drei Tage. Sie überwand Übermüdung, andere körperliche Herausforderungen und war heftigen Regenfällen ausgesetzt. 2017 hatte Kaneenika Janakova (47) aus der Slowakei den Weltrekord in 48 Tagen +14 Std., 24 Min und 10 Sek. erzielt. Tsai Wen-Ya bewältigte nach der Siegeszeremonie 5,000 km in 45 Tagen+14:56:42. Tsai Wen-Yas Landsmann Wei-Ming Lo (59) legte die Distanz dreieinhalb Stunden vorher zurück und stellte damit einen asiatischen Rekord bei den Männern auf.

Die 27. Ausgabe des Sri Chinmoy Self-Transcendence 3100 Mile Race fand vom 30. August bis 20. Oktober statt. Die Teilnehmer haben 52 Tage Zeit, um die Distanz zu bewältigen, und müssen täglich im Durschschnitt 96 km (59.6 miles) zurücklegen - mehr als 2 Marathons. Das ergibt eine Gesamtzahl von 118 Marathons in Folge. Die Läufer starten um 6 Uhr morgens und können maximal bis Mitternacht laufen. Das Rennen findet auf einem 883 m (0,5488 Meilen) langen Rundkurs um die Thomas A. Edison Career and Technical Education High School im New Yorker Stadtteil Queens statt. Der 3100-Meilen-Lauf (4989 km) wird als der „Mount Everest des Ultralaufens“ bezeichnet. Allerdings bewältigten in 27 Jahren nur 54 Ultraläufer einen 3100-Meilen-Lauf, während über 4000 Bergsteiger in 70 Jahren den Gipfel des Mt. Everest erreichten.

9 Männer und 5 Frauen aus 11 Ländern nahmen am diesjährigen längsten zertifizierten Straßenlauf der Welt teil. Der in Zürich lebende Italiener Andrea Marcato (41) erreichte in 43 days+13 Std.:33 Min:23 Sek. – die Ziellinie zum vierten Mal in Folge als erster. Nach den beiden Taiwanesen steht Vasu Duzhiy (57) aus St. Petersburg in Russland mit 49 Tagen+15:36:01 auf Platz vier gefolgt von Mahasatya Janczak (48) aus Lublin in Polen mit 50 Tagen+10:30:41. Harita Davies (48) aus Neuseeland bewältigte die Distanz zum vierten Mal - diesmal in 51 Tagen +16:43:11. Acht Läufern Läufern gelang es nicht die Strecke im dem vorgegebenen Zeitlimit zurückzulegen.

Der 3100-Meilen-Lauf wurde 1997 von dem in Indien geborenen spirituellen Lehrer, Sportler und Musiker Sri Chinmoy initiiert. Sri Chinmoy (1931-2007) nahm selbst an vielen Marathons und Ultraläufen teil und inspirierte auch seine talentierten Schüler dazu. Er beschrieb den Nutzen eines mehrtägigen Rennens wie folgt: „Selbsttranszendenz ist das Einzige, was ein Mensch braucht, um wirklich glücklich zu sein. Deshalb helfen diese Läufe den Läufern ungemein, obwohl sie äußerlich so viel Leid ertragen müssen. Am Ende, wenn das Rennen vorbei ist, haben sie das Gefühl, etwas sehr Bedeutendes erreicht zu haben.“

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Peace Run kommt 2022 nach Deutschland

Von Jwalanta Voelckner
1. Mai 2022
  • Peace Run beim Halbmarathon in Heidelberg
  • Peace Run Team

Der Sri Chinmoy Oneness-Home Peace Run ist ein globaler Fackellauf, der jedem Menschen auf der Welt die Möglichkeit bietet, seine Sehnsucht nach Frieden auszudrücken.

Seit seiner Gründung im Jahr 1987 hat der Lauf fast jedes Land der Erde besucht - über 150 Nationen und Territorien - und das Leben von Millionen von Menschen berührt.

2022 wird der Peace Run auch wieder in Deutschland sein. Am 1. Mai hat ein Frauen Team schon mal am Halbmarathon in Heidelberg teilgenommen. 

Es gibt viele Möglichkeiten, sich am Peace Run zu beteiligen - du musst kein Läufer sein! Du kannst deine Sehnsucht nach Frieden auf so viele Arten einbringen: natürlich durch Laufen, aber auch durch den Einsatz deiner künstlerischen, kreativen oder organisatorischen Fähigkeiten. Gerne besucht das Team auch Deine Schule, Sportverein oder Gemeine.

Am besten besuche einfach mal die Peace Run Website und finde heraus was alles möglich ist. Wir freuen uns über Deine Kontaktaufnahme!

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Erfolgreiches Wochenende für Läufer des SCMT

Von Jwalanta Voelckner
3. Oktober 2021
  • Akurika vor dem Start
  • Die ersten 3 Damen. Suparna rechts.

Der 3. Oktober war ein lauftechnisch erfolgreiches Wochenende für die Läufer des Sri Chinmoy Marathon Teams.

Beim Gelita Trailmarathon in Heidelberg belegt Ankurika Hammerl den Gesamtrang 7. Platz bei den Damen.

Bei perfektem Laufwetter waren beim 6-Stunden Laufs des SV Schindegg 6 Jungs und eine Dame zugange. In der Teamwertung erklomm das aus Pataka Spacek, Vilo Seged'a und Vladimír Lepič bestehende Team den ersten Rang mit 75,084km. In der Einzelwertung wurden die Plätze 5, 8 und 12 von Apaguha Veselý, Marc Jwalanta Voelckner und Milan Javornický belegt.

Suparna Ute Pustogowa siegte in ihrer Altersklasse mit 48,7km, belegte Gesamtrang 3 und durfte sich über einen Pokal freuen. 

Starke Leistung, Leute.

Alles Gute und schnelle Erholung!

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Highlights vom 3100-Meilen-Lauf im Jahr 2020

Von Antaranga Gressenich
4. November 2020
  • Morgendlicher Start des 3100-Meilen-Laufs
  • Andrea Marcato im Regen
  • Andrea Marcato bei der Siegerehrung
  • Siegerkuchen für Andrea
  • Morgenstimmung vor der Salzburger Festung
  • Zieleinlauf von Ushika Muckenhumer
  • Nirbhasa und sein Bruder Sadanand
  • Milan Javornicky
  • Ananda Lahiri lächelt immer
  • Läufer passieren eine Musikgruppe
  • Die Zählercrew
  • Interesse der lokalen Bevoelkerung
  • Helfer stärken sich in der Pause
  • Regenbogen über der Laufstrecke

Die 2020er-Ausgabe des Sri Chinmoy Self-Transcendence Race fand in Salzburg, Österreich statt. Fünf Läufer versuchten die 3.100 Meilen (fast 5.000 km) zu bewältigen. Normalerweise findet das Rennen in New York, USA, statt, konnte aber aufgrund der Corona-Pandemie dieses Jahr dort nicht stattfinden. Unerschrocken von den Herausforderungen, die die kurzfristige Organisation dieses epischen Rennens mit sich bringt, organisierte ein Team von Freiwilligen ein exzellentes Rennen auf einer malerischen 1km-Runde in Salzburg. Obwohl die Teilnehmerzahl auf fünf Läufer begrenzt war, benötigte die Veranstaltung die engagierte Unterstützung von Helfern, Köchen, Zählern und Streckenposten, um einen sicheren Ablauf zu gewährleisten. Veranstalter Priyavadin Reisecker, der in Salzburg das Cafe "The Heart of Joy" betreibt, sorgte dafür, dass der Lauf in der neuen Location diese einzigartige Veranstaltung anbieten konnte. Die Organisatoren und Läufer hatten auch mit einem der nassesten Herbstmonate seit Beginn der Aufzeichnungen und häufigem Regen zu kämpfen, was das Rennen während der 16 Stunden noch anspruchsvoller machte.

Das Herausragende an dem Wettlauf war die bemerkenswerte Leistung des Renndebütanten Andrea Marcato (38) aus Italien. Mit seiner Zeit von 43 Tagen, 12 Stunden und 7 Minuten ist er Teilnehmer, der je zum ersten Mal am 3100-Meilen-Lauf teilnahm. Zudem legte er die Strecke in der fünftschnellstes Zeit aller Zeiten zurück. Außerdem stellte er während seines Laufs mehrere italienische Distanzrekorde auf und liegt nun auf Platz fünf der Weltrangliste. Nach dem Zieleinlauf sagte er:

"Ich bin wirklich glücklich, dass ich im Grunde alle Distanzen zurückgelegt habe, die es auf der Welt gibt. Deshalb bin ich jetzt wirklich glücklich und zufrieden. Das Gefühl der tiefen Zufriedenheit, des inneren Friedens und der Freude, das ich einen ganzen Monat lang nach dem Beenden von 10-Tage-Läufen verspürte, motivierte mich, den längsten zertifizierten Straßenlauf der Welt zu laufen. Ein Gefühl, das ich nach 24-Stunden-Rennen nicht hatte."

Einige von Marcatos Statistiken können Sie in dieser Zusammenfassung hier sehen.

Zweiter wurde der Österreicher Ushika Muckenhumer (52), der zufälligerweise in der Nähe der Strecke wohnt. Er finishte mit einer persönlichen Bestzeit von 49 Tagen, 14 Stunden und 13 Minuten und wurde von seiner Familie und Freunden kräftig angefeuert. Besondere Unterstützung erhielt er während des Rennens auch vom österreichischen Bundespräsidenten, der den Läufern eine Botschaft mit guten Wünschen für ihre Selbstüberwindung schickte.

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Der 3100-Meilen-Lauf

"Ich kann mir das gar nicht vorstellen, wie das ist, 52 Tage durchzulaufen. Ja, ich gehe gerne ein paar Stunden wandern. Aber 52 Tage zu laufen, 118 Marathons - unglaublich! Was für eine atemberaubende Ausdauerleistung! Mein Respekt ist Ihnen sicher. Ich wünsche allen teilnehmenden Athleten, besonders dem Salzburger Lokalmatador Hubert Muckenhumer, alles Gute, viel Erfolg und entsprechende Ausdauer für sicher extrem herausfordernden weiteren Lauftage."

Das 3100-Meilen-Rennen

Auf dem dritten Platz lag Nirbhasa Magee aus Irland. Es war Magees vierte Platzierung von vier Teilnahmen am Rennen - eine großartige Bilanz, die umso bemerkenswerter ist, da er während des Rennens krank war, was ihm ein verständliches Gefühl der Erschöpfung bescherte. Er kämpfte sich jedoch durch die Müdigkeit, ging mehrere Tage lang und war in der Lage am letzten Tag das Ziel zu erreichen, nachdem er im früheren Teil des Rennens einen Puffer angesammelt hatte.

Ananda-Lahari Zuscin (45) aus der Slowakei konnte das Rennen nicht in der vorgegebenen Zeit beenden, lief aber fröhlich 51 Tage lang und sammelte 2799,6 Meilen. Zuscin hat das Rennen bereits sechs Mal beendet und ist einer der häufigsten Teilnehmer. Er beeindruckt die Zuschauer mit seiner Fröhlichkeit und Entschlossenheit, egal wie schnell er laufen kann.

Milan Javornicky (46) aus der Tschechischen Republik war ein weiterer Teilnehmer, der den Lauf zum ersten Mal bewältigen wollte. Er vollbrachte seinen eigenen Kraftakt der Selbstüberwindung, indem er eine schmerzhafte Schienbeinentzündung überwand und 2.713,9 Meilen zurücklegte. Trotz seines offensichtlichen Unwohlseins während eines Großteils des Rennens war er entschlossen, weiterzumachen und so gut es ging zu laufen.

Alle fünf Läufer wurden auf ihre eigene Art und Weise dem Ideal der Selbsttranszendenz gerecht, das Sri Chinmoy zum Herzstück des Rennens gemacht hat.

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Sri Chinmoy beim ersten 3100-Meilen-Lauf

"Ich habe kein festes Ziel; mein Ziel ist die Selbsttranszendenz. Ich versuche immer, über mich selbst hinauszuwachsen. Ich wetteifere nicht mit dem Rest der Welt. Ich wetteifere nur mit mir selbst, und ich versuche, ein besserer Mensch zu werden. Das ist mein höchstes Ziel."

- Sri Chinmoy

Sri Chinmoy, ein spiritueller Lehrer, war selbst ein bemerkenswerter Athlet, der mehrere Marathons und Ultramarathons lief. Er gründete 1996 das 3100-Meilen-Rennen als ultimativen Test für Läufer, um ihre eigenen physischen, mentalen und spirituellen Grenzen herauszufordern. In seiner Rede bei der ersten Preisverleihung am 2. August 1997 hatte Sri Chinmoy vor allem die weiterreichende Wirkung dieses besonderen Rennens zur Verbreitung von gutem Willen und friedlicher Energie im Sinn.

Sri Chinmoy beim 3100-Meilen-Rennen in NY

"Diese 3100 Meilen sind eine noch nie dagewesene Reise in unserem Weltfriedens-Manifestations-Traum. Weltfrieden kann nur entstehen, wenn wir mit Geduld und Ausdauer überflutet sind. Unendliche Geduld brauchen wir in unserem inneren Leben und Beharrlichkeit brauchen wir in unserem äußeren Leben.

Diese 3.100 Meilen erinnern uns an eine göttliche und höchste Realität: Wir können und müssen alles tun, was in unserer Macht steht, um die Welt der Lethargie und des Unwillens, dynamisch zu sein, zu verändern. Den Unwillen lassen wir nicht hinter uns. Deshalb bleibt das Glücklichsein immer in weiter Ferne. Die Bereitschaft zu geben, die Bereitschaft etwas zu leisten, die Bereitschaft zu wachsen und zu leuchten, sollte die Botschaft unserer Seelen sein. Mit dem Segen unserer Seelen können und werden wir unser irdisches Leben erfüllen." - Sri Chinmoy

Lokale Unterstützung

Der Lauf zog auch viele Einheimische in ihren Bann, die sich daran gewöhnten, die Läufer und Helfer auf der Strecke zu sehen. Viele bemerkten, wie sie von den Läufern inspiriert wurden und wie der Lauf die Atmosphäre im Park spürbar beeinflusste.

'Seit Tagen fällt mir das Zelt auf, aber ich dachte, das halt eine der vielen Benefiz-Aktionen. Nun weiß ich die Daten, Fakten und Hintergründe. Man braucht seine Zeit, um das wirklich zu begreifen. Diese fünf Männer machen das Unmögliche möglich. Wir kommen jetzt jeden Tag her.'." (Berichterstattung Lokalpresse)

Die örtliche Kindergärtnerin Präauer wurde in der Lokalpresse mit den Worten zitiert:

"Seit Beginn des Rennes gibt es in unserem Viertel eine feine und noch viel deutlichere Veränderung des Lebensraumes. Das friedliche Miteinander wird täglich sichtbar. Wildfremde Menschen sprechen miteinander, schauen sich an, interessieren sich. Es ertönt (nie vorrangig oder störend) Musik auf echten Instrumenten, man sieht lächelnde Passanten, die Läufer, die über sich selbst hinauswachsen.

Es gibt hier eine neue Offenheit vieler, die diesen Park betreten und benutzen: Spaziergänger, Läufer, Radfahrer, Kinder und wieder Kinder, Hunde, Menschen vieler Nationalitäten und dazwischen die Athleten, die ihre Lebensausrichtung meditativ und aktiv dem Frieden widmen. Ich freue mich mit allen, die das erleben. Und ich freue mich für die vielen Kinder, die begeistert zuschauen und neue Vorbilder bekommen." (Artikel über den Lauf)

Über das Ereignis wurde in mehreren Zeitungen, Radio- und Fernsehstationen in ganz Europa berichtet, darunter:

  • Runnersworld.de
  • ORF
  • Der Standard
  • RAI (Italienisch)
  • Telemundo (Spanisch)
  • Sporza.be (Belgisch)
  • EFE (Spanish)

Weitere Lektüre

  • Homepage zum 3100-Meilen-Rennen
  • Hauptgalerie der Fotos zum Lauf
  • Bijoys Fotos
  • Vaibhavas Fotos

 

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Sri Chinmoys Beträge zu Sport und Spiritualität erscheinen nun an interessanten Stellen

Von Antaranga Gressenich
9. September 2020

Wir vom Sri Chinmoy Marathon Team sind überzeugt, dass Sport mehr ist als immer nur im Wettbewerb stehen und die anderen Mitstreiter auszustechen. Nein, er kann wirklich eine Schlüsselrolle spielen, wenn es um die eigene Selbstentdeckung geht und die wahre Bedeutung des Lebens zu finden. Das ist die Einstellung, welche der Gründer unserer Organisation und der spirituelle Lehrer Sri Chinmoy viele Jahre praktizierte. Wir freuen uns sehr, wenn wir bemerken, dass die Leute vielerorts diese Philosophie wertschätzen. Hier stellen wir einige Beispiele vor:

1. Der Aufstieg der Ultralangläufer („The Rise of Ultrarunners“)

rise-ultrarunners.jpgDean Karnazes nannte dieses Buch das ultimative Buch zum Ultralauf heute, und es schaffte sogar den Sprung auf manche Liste als „Sportbuch des Jahres 2019“. Der Autor Adharanand Finn schrieb einmal einen guten Artikel im „Guardian“ über den bevorstehenden 24h-Lauf in London. Als Ergebnis seiner Forschungen zum Buch kam er im folgenden Jahr sogar, um selber teilzunehmen.

„Der Lauf übt eine eigenartige Faszination auf mich aus. Ich mag die Art, wie er das Alltägliche mit dem Abenteuerlichen verbindet. Wie die Leute grenzwertige Dinge wagen, nicht etwa im Himalaya oder im Dschungel, sondern auf einer Laufstrecke in Tooting im Süden von London. Es macht deutlich, dass wir nicht in die fernsten Winkel der Erde reisen müssen, um Abenteuer, Erleuchtung oder Verrücktheit zu erleben, oder wonach wir auch suchen... all das existiert überall um uns herum, wenn wir nur die Augen öffnen.“ (Zitat aus dem Buch)

Seine Geschichte zu diesem Lauf nimmt ein ganzes Kapitel ein (Kapitel 11, falls es dich interessiert). Sie ist auch sehr bewegend, weil sie schildert, wie er zu dem Punkt kommt aufzugeben und hier aber eine völlig neue Erfahrungsebene betritt. Und sie liefert auch eine berührende Beschreibung vieler außergewöhnlicher Menschen, die mit ihm den Lauf bestritten, inklusive einige über 70-Jährige. Das Buch reflektiert vieler seiner Ultralauf-Erfahrungen und öffnet gleichzeitig ein Fenster in diese seltsame und wunderbare Welt des Ultralaufens.

Das Buch ist auf Amazon erhältlich.

2. Runner's tribe

sri-chinmoy-running.jpgAm 10. Januar 2020 erforscht Matt Fitzgerald (Autor von Büchern wie „The Endurance Diet“ und „80/20 Running“) in einem Artikel von „Runner´s Tribe“ die Philosophie des berühmten Marathon- Läufers Eliud Kipchoge.

Auszug

„Mit Kipchoge hat es nichts Besonderes auf sich, was das betrifft. Für viele Athleten ist der Ausdauersport eine spirituelle Erfahrung. Es ist sogar fast unmöglich für eine spirituell aufgeschlossene Person, Ausdauersport nicht auch spirituell zu erleben. Das ist es ja, was spirituelle Lehrer wie Sri Chinmoy selbst Nichtsportlern empfehlen. (= ein aus Indien stammender Meditationsmeister, der im 20. Jh. in den USA bedeutenden Einfluss auf die Läuferwelt nahm)

„Das innere und das äußere Laufen ergänzen einander,“ schrieb Sri Chinmoy. „Für das äußere Laufen brauchen wir Disziplin. Ohne Disziplin können nirgendwo im Leben erfolgreich sein. Wenn wir das äußere Laufen pflegen, werden wir an das innere Laufen erinnert. …“

Eliud Kipchoge ist hauptsächlich für zweierlei Dinge bekannt: Gewinnen und Rekorde brechen. Von den 12 Marathons, die er gelaufen ist, hat er 11 gewonnen (und ist Zweiter bei jenem geworden, den er nicht gewinnen konnte). 2017 unternahm er den ersten Versuch, die Marathondistanz in weniger als 2 Stunden zurückzulegen, wobei er die Laufwelt damit schockierte, dass nur noch 25 Sekunden fehlten. Zwei Jahre später probierte er es erneut und war erfolgreich mit 1:59:40 über die berühmten 42 km. Während dieses Ergebnis nicht als offizieller Marathon-Weltrekord gilt, hält Kipchoge dennoch einen: er gewann 2018 den Berlin-Marathon mit 2:01:39.

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Eliud Kipchoge beim Berlin Marathon 2015, Foto von Denis Barthel

Man könnte nun annehmen, dass Kipchoge besonders auf Zeiten und Trophäen aus ist, aber das ist er nicht. „Ich glaube an eine Philosophie, die besagt, dass Gewinnen nicht wirklich wichtig ist,“ meinte er 2016 in einer Rede in der Oxford Union. „Erfolgreich zu sein, ist auch nicht wichtig.“ Was für Kipchoge also wichtig ist, ist die Selbstmeisterschaft, für die das Laufen von Marathons sein Mittel der Wahl ist. „Nur wenn du diszipliniert bist, bist du frei im Leben,“ sagte er bei derselben Gelegenheit. „Wenn du nicht diszipliniert bist, bist du ein Sklave deiner Launen. Du bist ein Sklave deiner Leidenschaften.“

Wenn Eliud Kipchoge über das Laufen spricht, nicht nur bei diesem Anlass, sondern im allgemeinen, dann hört er sich eher nach einem spirituellen Führer an als nach irgendeiner Sportskanone. „Es ist besser dich selbst zu besiegen als tausend Schlachten zu gewinnen.“ Eine Aussage, die dem Buddha zugeschrieben wird. Ersetze „Schlachten“ mit „Marathons“ und man hat ein weiteres Kipchoge-Zitat.

Mit Kipchoge hat es nichts Besonderes auf sich, was das betrifft. Für viele Athleten ist der Ausdauersport eine spirituelle Erfahrung. Es ist sogar fast unmöglich für eine spirituell aufgeschlossene Person, Ausdauersport nicht auch spirituell zu erleben. Das ist es ja, was spirituelle Lehrer wie Sri Chinmoy selbst Nichtsportlern empfehlen. (= ein aus Indien stammender Meditationsmeister, der im 20. Jh. in den USA bedeutenden Einfluss auf die Laufwelt nahm)

„Das innere und das äußere Laufen ergänzen einander,“ schrieb Sri Chinmoy. „Für das äußere Laufen brauchen wir Disziplin. Ohne Disziplin können nirgendwo im Leben erfolgreich sein. Wenn wir das äußere Laufen pflegen, werden wir an das innere Laufen erinnert. …“

Mit der richtigen Einstellung kann jede Aktivität – sei es Essen, Gärtnern und was auch immer – zur spirituellen Übung werden. Ausdauerlaufen ist in diesem Punkt jedoch etwas Besonderes, da ihm der spirituelle Aspekt quasi innewohnt. Selbst Läufer, die nicht aus diesem Grunde mit dem Langstreckenlaufen beginnen, gelangen am Ende dorthin. Warum ist das so?

Neuere wissenschaftliche Studien geben uns eine Antwort auf diese Frage. Es ist für jeden Sportler offensichtlich, dass die Erfahrung eines extremen Ausdauerlaufes physisch und psychisch herausfordernd ist. In der Vergangenheit glaubten Sportwissenschaftler, dass die Grenzen, an welche die Sportler kamen, rein körperlicher Natur waren und die psychischen Herausforderungen, die mit diesen Grenzerfahrungen verbunden waren, lediglich Begleiterscheinungen. Sie glaubten, dass messbare Faktoren wie die Zunahme der Milchsäure in den Muskeln und die entleerten Glykogenspeicher die Athleten daran hinderten, schneller und weiter zu laufen. Mittlerweile wissen wir, dass das nicht stimmt. Während physische Grenzen existieren, setzen sie die Performance einfach unter Druck, aber sie begrenzen sie nicht direkt. Die Grenzen, welche die Athleten beim Laufen erleben, sind psychologischer Natur.

Der Unterschied zwischen einem Sprint und dem Ausdauerlaufen ist der, dass der schnellste Weg, vom Start zum Ziel zu kommen, darin liegt, eben nicht so schnell zu sein, wie man könnte. Kein Mensch ist körperlich fähig, mit 100% seines Einsatzes länger als 45s durchzuhalten. Deshalb müssen Sportler bei Ausdauerveranstaltungen Maß halten, was bedeutet, sich selbst auf ein Tempo zurückzunehmen, das sie über die gesamte Strecke durchhalten können. Und Maß halten wird bewusst getan, in einer Verbindung von Denken und Gespür.

Konkret ist das Maßhalten eine Art vorausschauender Prozess, wo die Athleten fortwährend einschätzen, welchen Einsatz sie vom Start bis zum Ziel leisten können und diesen immerzu dem jeweiligen Moment anpassen. Diese Einschätzung beruht auf ihrer gefühlten Leistung (in dem Sinne, wie der Sportler seine Leistung in Relation zum Maximum setzt), auf bisherigen Lauf- Erfahrungen und dem bewussten Wissen um die verbleibende Distanz bzw. Zeit. Indem er sich auf diese Erkenntnisse und Wahrnehmungen verlässt, versucht der Athlet a) zu verhindern, dass er vor dem Ziel die Erschöpfungsgrenze erreicht und b) das Ziel zu erreichen, bevor die Erschöpfung einsetzt.

Es ist wichtig zu betonen, dass, wenn sich die Sportler verkalkulieren und die Erschöpfung erreichen, es selten an physischen Faktoren wie leeren Glykogenspeichern liegt. Es ist eher so, dass sie das höchste Maß an Leistung erreicht haben, welches sie tolerieren können. Sie mögen sich physisch außer Stande fühlen, weiterzumachen, aber so ist es nicht. Sorgsam durchgeführte Studien haben bewiesen, dass Sportler bei jeder Art von Langstreckenveranstaltungen noch körperliche Reserven haben, wenn sie an dem Punkt sind, dass sie aufgeben.

Die psychische Grenze der gefühlten Leistungstoleranz ist nicht weniger real als die physische, da sie den Sportler ja schützt; jedoch ist ihre Natur von anderer Art. Man stelle sich einige Gewichte vor, die nach zunehmenden Kilos in einer Reihe angeordnet sind. Die Aufgabe besteht darin, die Gewichte nacheinander hochzuheben, bis man zu einem kommt, wo das nicht mehr möglich ist. Wenn man dort angelangt ist, gibt es keinen Zweifel daran. Entweder ist man in der Lage, das folgende Gewicht zu heben oder man ist es nicht.

Im Gegensatz dazu sind sowohl die maximale psychische als auch die physische Belastungsgrenze veränderlich. Das wurde anhand einer Studie deutlich, die von australischen Forschern gemacht und in „Pediatric Exercise Science“ 2013 veröffentlicht wurde. Dreizehn Kinder im Alter von 9 bis 11 Jahren sollten versuchen, zu drei unterschiedlichen Zeiten die Strecke von 800m zu laufen. Da diese Distanz für die Kinder neu war, wurde vermutet, dass sie ihre Zeiten über die 3 Versuche verbessern würden, indem sie ihre Laufweise anpassen würden. In der Tat verbesserten sie sich auch, aber nicht wegen einer angepassten Laufweise. Ihr Zeiten wurden besser, einfach weil sie sich mehr verausgabten. Bei allen drei Versuchen starteten die Kinder zu schnell, wurden dann deutlich langsamer und beschleunigten gegen Ende wieder. Beim ersten Versuch liefen sie so schnell sie konnten und es strengte sie an. Beim zweiten Mal, wo sie schon etwas mehr Gespür für die Strecke hatten, forderten sie sich etwas mehr und liefen schneller. Und beim dritten Versuch wussten sie schon, dass die Strecke sie nicht umbringen würde und strengten sich also noch mehr an, um schneller zu sein.

Erfahrene und hoch motivierte Ausdauersportler sind in der Lage, verschiedene Grade von Anstrengung auszuhalten, die unbeschreiblich unangenehm sind. Aus diesem Grund, und auch weil die maximalen psychischen Belastungsgrenzen so verschwommen sind, befinden sich die Athleten gegen Ende der Rennen meist in einem speziellen Bewusstseinszustand. Im Grunde genommen findet ein Schlagabtausch zwischen zwei inneren Stimmen statt, welche ungleiche Aspekte des Selbsts repräsentieren. Eine Stimme, welche den instinktiven Wunsch verkörpert, jeglichem Unwohlsein zu entgehen – eine, die wir alle haben – bittet den Sportler aufzugeben oder zumindest langsamer zu werden. Die andere Stimme ist die, welche den Sportler motiviert hat, ein hohes Ziel zu erreichen, was aber nicht ohne Beschwerden möglich ist, und die ihn weiter vorantreibt.

Ambivalenz tritt im Alltag ständig auf, aber die innere Zerrissenheit, welche Athleten in den kritischen Momenten des Rennens erleben, ist einzigartig klar und intensiv.

Spiritualität hat unterschiedliche Bedeutung für unterschiedliche Menschen. Selbstmeisterschaft liegt jedoch allen spirituellen Wegen zu Grunde. Was auch immer es für einen bedeutet, ein spirituelles Leben zu führen, es heißt doch immer in Übereinstimmung mit den eigenen höchsten Werten zu leben. Dafür ist es nötig, die Fähigkeit zu entwickeln, die „niederen“ Impulse diesen Werten unterzuordnen. Kurz gesagt, braucht es dafür Selbstmeisterschaft.

Jahrhundertelang haben Menschen Werkzeuge wie Fasten oder Meditation benutzt, um spirituelles Wachstum durch Selbstmeisterschaft zu erlangen. Diese Werkzeuge dienen dazu, ein Art innere Zerrissenheit zu schüren, welche dem spirituellen Sucher die Gelegenheit gibt, an der Selbstmeisterschaft zu arbeiten. Traditionell wird dieser innere Kampf, der beim Fasten oder Meditieren auftritt, als Kampf zwischen Geist und Fleisch bezeichnet. Wissenschaftlich gesehen findet die Auseinandersetzung zwischen verschiedenen Aspekten des Gehirns statt, die in bestimmten Gehirnarealen wurzeln. Das wichtigste Schlachtfeld liegt dabei in einem Hirnareal, welcher anteriorer cingulärer Cortex, ACC, genannt wird. Dieser ist dafür zuständig, Lösungen für Ambivalenzen zu finden. Studien haben gezeigt, dass der ACC sowohl bei Meditierenden als auch bei Ausdauersportlern besonders ausgeprägt ist.

smarana-3100-meilen-lauf.pngAusdauersportler und Meditierende schneiden sehr gut ab bei Tests, wo es um hemmende Kontrolle geht bzw. die Fähigkeit, Impulse durch bewusste Zurückhaltung zu überwinden (was auch vom ACC gesteuert wird). Hemmende Kontrolle ist nicht Selbstmeisterschaft selbst, aber ein Faktor, auf dem Selbstmeisterschaft beruht.

Ein wichtiger Unterschied zwischen Ausdauersport und den traditionellen Werkzeugen spiritueller Meisterschaft ist der, dass es beim Ausdauersport um Wettbewerb geht. Es liegt nahe zu vermuten, dass der Wettbewerbsgedanke im Gegensatz zu spiritueller Erfahrung steht, und er hat definitiv auch das Potenzial dazu. Für einige Athleten sind Rennen Ausdruck ihres Egos. Aber für andere sind Wettbewerbe eher das Umfeld, um Selbstmeisterschaft anzustreben. Es ist eine anerkannte Tatsache, das Sportler im Wettbewerb eher in der Lage sind, mehr aus sich herauszuholen als ohne ihn. Je mehr der Sportler geben kann, desto größere Meisterschaft erlangt er oder sie.

Das ist der Grund, warum ein spirituell empfindsamer Sportler wie Eliud Kipchoge, der nicht glaubt, dass Gewinnen wichtig ist, so sehr danach strebt zu gewinnen.

Ein anderer wichtiger Unterschied zwischen Ausdauersport und den traditionellen Werkzeugen spiritueller Meisterschaft bezieht sich auf die Rolle des materiellen Körpers. In manchen spirituellen Traditionen besteht die Tendenz, den Körper und seine Instinkte zu unterdrücken. Für mich persönlich ist Ausdauersport als spirituelle Bemühung ein Grund, unsere Einkörperung zu feiern und unsere Biologie und Instinkte in den Dienst eines höheren Zwecks zu stellen: in Einklang mit unseren höheren Werten zu leben. Ausdauersport ist sicherlich nicht für alle attraktiv. Als spirituell sensitive Person, die gern in diesem Körper lebt, bin ich allerdings glücklich, dass es Ausdauersport gibt!

Artikel von Rupantar Russo

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Film "3100 Meilen: Laufen für die Seele"

Von Antaranga Gressenich
2. Juni 2020

Ab 29. Mai 2020 ist der Dokumentarfilm "3100 Meilen: Laufen für die Seele" - ein Film über die spirituelle Natur des Laufens - auf DVD und im Stream mit deutschen Untertiteln erhältlich. In beeindruckenden Bildern zeigt der Film, dass Männer und Frauen das Laufen seit Jahrtausenden auch nutzen, um sich mit der Natur und dem Göttlichen zu verbinden. Sie sind auf der Suche nach bleibendem innerem Frieden und ewiger Freude. Das Laufen wird für sie zu einer dynamischen Meditation.

"Eine beeindruckende Auseinandersetzung mit der spirituellen Natur des Laufens. Absolute Empfehlung!" – Men’s Health

Im New Yorker Stadtteil Queens findet jeden Sommer der längste Mehrtageslauf der Welt auf einem Rundkurs statt: der Selbst-Transzendenz 3100-Meilen-Lauf (4.988km). Der Ultralangstreckenlauf ist einer der härtesten und unglaublichsten Wettkämpfe der Welt. Um das Rennen erfolgreich abzuschließen, müssen die Läuferinnen und Läufer jeden Tag mindestens 59,6 Meilen (96 km) zurücklegen, und das 52 Tage am Stück. In Summe sind das 118 Marathons hintereinander, im Schnitt mehr als zwei pro Tag. Um das zu schaffen, müssen die Teilnehmer in die Freude ihres spirituellen Herzens tauchen und einen Zugang zur kosmischen Quelle der Energie erschließen können.

Der Wettkampf, der vom Sri Chinmoy Marathon Team organisiert wird, verspricht eine einzigartige spirituelle Erfahrung. Der Mount Everest des Laufens zieht jährlich Teilnehmer:innen aus aller Welt an, die ihre Grenzen überwinden und ein erfüllenderes Bewusstsein entwickeln wollen.

Gleichzeitig erzählt der Film von den Lauferfahrungen drei spirituell Suchender aus drei verschiedenen Kulturen: Shaun Martin vom Volk der Navajo, Gaolo vom Volk der San, Gyoman-San von den Mönchen der Tendai Schule am Berg Hiai. In ihren Geschichten finden sich Parallelen zu denen von zwei Teilnehmenden des 3100-Meilen-Lauf: Ashprihanal Aalto, ein zierlicher finnischer Zeitungsausträger und Shamita Achenbach-König, eine kraftvolle österreichische Cellistin. Alle begegnen Grenzen, die sie überwinden müssen, um den inneren Lohn für eine solchen Anstengung zu erhalten.

Die zentrale Figur des Films, Ashprihanal, nahm schon zahlreiche Male an dem Ultralauf teil. 2015 bewältigte der Finne mehr als 3 Marathons pro Tag und stellte einen neuen Weltrekord im 3100-Meilen-Lauf auf mit 40 Tagen und 9 Stunden. Damit verbesserte er den Weltbestzeit von Madhupran Wolfgang Schwerk aus der deutschen Stadt Solingen um 23 Stunden. Madhupran hielt den Weltrekord mit 41 Tagen und 8 Stunden seit dem Jahr 2006. Doch ein Weltrekord oder Sieg bedeutet den Läufer:innen nicht wirklich viel bei diesem Lauf. Es geht ihnen um den inneren Reichtum, den sie erwerben. Der Dokumentarfilm inspiriert dazu, einen Schritt weiter zu gehen und täglich an der Überwindung der eigenen Grenzen zu arbeiten, um inneren Frieden und tiefe Freude zu erfahren.

Ins Leben gerufen wurde der 3100-Meilen-Lauf im Jahr 1997 von dem sprituellen Lehrer Sri Chinmoy (1931 - 2007).

"Sowohl für alle die laufen, als auch für alle die meditieren" - Los Angeles Times

"Sanjay Rawal beleuchtet die universelle Seite des Laufens als Weg zur Erleuchtung." – Broadway World

Preis im Stream: 4 bis 4,50 Euro

Der Film kann auch über Amazon, Google Play, iTunes, Microsoft, Raktuten TV, Magenta TV (ab 5. Juni) online gestreamt werden. Links zu den Streams über den Shop von Mindjazz-Pictures.

Zum Shop von Mindjazz-Pictures

Trailer

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12 Weltrekorde bei der Impossibility Challenger

Von Antaranga Gressenich
3. November 2019
  • Ashritas Rekord im Feuerschwert Jonglieren
  • Seilspring-Rekord
  • 59 Kiwis in 1 Minute zerteilt
  • 4444 Liegestützen hintereinander

Die Weltrekordspiele Impossibility Challenger wurden 1982 von Sri Chinmoy ins Leben gerufen. Die Idee dahinter war, Menschen die Möglichkeit zu geben, die Freude zu erfahren, die dann entsteht, wenn sie im Rahmen eines neuen Weltrekordversuchs oder persönlichen Rekordversuchs über ihre bisherigen Grenzen hinausgehen. Die Veranstaltung wird von den Mitgliedern der Sri Chinmoy Zentren organisiert und fand in den letzten Jahrzehnten in Städten verschiedener Länder statt, darunter die Schweiz, Deutschland, die Tschechische Republik, Portugal und Neuseeland.

Die einzigartige Veranstaltung lockt Teilnehmer verschiedenster Begabungen an, die sich mit Begeisterung selbst in der freundlichen und herzlichen Atmosphäre der Impossiblilty Challenger testen wollen.
Die diesjährigen Rekordspiele fanden in der holländischen Stadt Den Haag statt. Die Disziplinen, in denen Rekorde aufgestellt wurden, reichten von der schnellsten Zeit zur Lösung des Rubik-Würfels über Gedächtnistests bis hin zu körperlichen Herausforderungen. Ein Teilnehmer legte beispielsweise eine Meile (1,6 km) so schnell wie nie jemand zuvor zurück, während er gleichzeitig mit dem Seil sprang.

Video über die Impossibility Challenger 2019 in Den Haag


Sri Chinmoy initierte diese Veranstaltung, weil er fühlte, dass die persönliche Anstrengung und Disziplin bei dem Versuch, sich selbst zu verbessern, zu einem bedeutungsvolleren Verständnis unserer versteckten Fähigkeiten verhelfen, und die Anstrengung, ein neues Ziel zu erreichen, ein tiefes Gefühl von Freude vermitteln kann. Sri Chinmoy beschrieb diese Bemühung sich selbst herauszufordern oft als eine Philosophie der Selbst-Überschreitung.

Entweder vergesse die Herausforderung der Unmöglichkeit
oder fordere den Stolz der Unmöglichkeit heraus,
um wirklich glücklich zu werden.

- Sri Chinmoy

Bei der diesjährigen Impossibility Challenger war Ashrita Furman dabei, der Mann, der den Guinness-Weltrekord für die meisten Weltrekorde hält. Seit 1979 stellte er während seiner Karriere als Rekordbrecher über 700 Guinness-Weltrekorde auf und hält zur Zeit mehr als 200. In diesem Jahr in Den Haag erzielte er drei neue Rekorde. Er zerteilte 59 Kiwis, die ihm zugeworfen wurden, in einer Minute mit einem Samurai-Schwert in der Luft, jonglierte 66 Mal innerhalb einer Minute mit einem Feuerschwert und balancierte 7 Minuten lang einen Rasenmäher auf seinem Kinn. Meditation hilft Ashrita dabei, die freudige Haltung eines Kindes sowie die geistige und körperliche Kraft aufrecht zu erhalten, die notwendig ist, um ständig Weltrekorde aufzustellen.

Die Veranstaltung lockte eine große Bandbreite von Kraftakten an, denen die persönliche Selbstüberschreitung zu Grunde lag, darunter: 4444 Liegestützen hintereinander, das Falten der meisten Mikroschiffe in einer Stunde aus einem DIN A3 großen Blatt Papier, 7 Stunden lang Seilspringen am Stück und das am längsten dauernde Ein-Hand-Klatschen.

Eine außergewöhnliche Leistung wurde auch mit einer Rezitation von Gedichten erzielt. Mahiruha Klein sagte 1000 Gedichte aus Sri Chinmoys Gedichtreihe The Golden Boat auf. Der persönliche Gedächtnisrekord dauerte 8 Stunden und 30 Minuten. Später kommentierte der Amerikaner, dass er 965 Gedichte absolut korrekt rezitiert habe. Nur kleine Fehler habe er bei den restlichen 35 Gedichten gemacht. Für Mahiruha war das stundenlange Aufsagen der Gedichte nicht nur eine Demonstration der Leistungsfähigkeit seines Gedächtnisses, sondern zudem eine sehr erfüllende innere Erfahrung, völlig in die Welt der spirituellen Lyrik einzutauchen.

Die Veranstaltung zog die lokale holländischen Presse an und brachte eine umfangreiche Medienberichterstattung mit sich, die die besonderen Herausforderungen und die Motivation der Impossibility Challenger eingefangen hat.

  • Impossibility Challenger Webseite
  • Ashritas Webseite
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91-Jähriger stellt neuen amerikanischen 800m-Lauf-Rekord in seiner Altersgruppe auf!

Von Antaranga Gressenich
29. September 2019
  • Schnell im Alter
  • Freude danach
  • Dem Himmel näher
  • Weit gesprungen!
  • Kraftvoll im Alter

An einem sonnigen Tag in Glendale, Kalifornien kamen zu unseren jährlich stattfindenden Sri Chinmoy Masters Games mehr als 100 Athleten zusammen, um zu gehen, laufen, werfen, hoch- und weit zu springen. Das vielleicht bemerkenswerteste Ergebnis war der neue amerikanische Rekord im 800-Meter Lauf, aufgestellt von dem 91-jährigen Gunnar Linde aus Venice, Kalifornien. Seine Zeit von 4 Minuten 15 Sekunden und 95 Hundertstelsekunden übertraf den alten Rekord in seiner Altersgruppe (90 – 94), der im Jahr 1989 aufgestellt wurde, um 24 Sekunden!

Die bemerkenswert fitten Athleten zeigten ihr Können in Kurzstreckenläufen, Hürdenrennen, Mittelstreckenläufen,  im 5000 m Gehen, Stabhochsprung, Speerwerfen, Diskuswerfen und Kugelstoßen. Während für die meisten Teilnehmer ein oder zwei Wettkämpfe genug waren, gab es eine Gruppe von 7 tapferen Männern, die im Fünfkampf antraten. Dieser setzte sich aus einen 200-Meter- und 1500-Meter-Lauf, Weitsprung, Speerwerfen und Diskuswerfen zusammen. Die Ergebnisse waren ausgesprochen inspirierend, da sie belegen, dass Entschlossenheit doch über Alter triumphiert.

Das Sri Chinmoy Marathon Team bedankt sich aufrichtig bei allen Athleten, Freiwilligen und Offiziellen. Wir sehen uns nächstes Jahr!

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Das große Buch vom Ultramarathon

Von Antaranga Gressenich
7. Mai 2015

cover-ultralauf-buch-2.jpg'Das große Buch vom Marathon' von dem ausgebildeten DLV-A-Trainer und Diplom-Ingenieur Hubert Beck ist zum Bestseller und zum Standardwerk für Marathonläufer geworden. Ebenso sein vor 2 Jahren erschienenes Werk 'Das große Buch vom Ultramarathon'. Dem Autor, der selbst auch einige der extremsten Ultraläufe der Welt bewältigt hat, ist ein wertvolles Buch übers Ultra- und Traillaufen gelungen – geeignet für Einsteiger aber auch für erfahrene und weniger erfahrene Ultra- oder Trailläufer. Anfang Mai erschien die um 100 Seiten erweiterte zweite Auflage, nun mit einem eigenen Kapitel "Trailrunning". Neu aufgenommen wurden die Trainingspläne für den 50 km- und 70 km-Lauf sowie für das Jahrestraining und das Trailrunning. Die 100 km- und 24 h-Lauf-Trainingspläne hat Hubert Beck weiter ausgearbeitet.
In dem Kapitel "Die großen Ultraläufe" finden sich nun zusätzlich die berührenden Erlebnisberichte von dem 100 km-Punkt-zu-Punkt-Lauf "Taubertal 100" und vom Self-Transcendence 6- und 10-Tage-Lauf in New York, der vom Sri Chinmoy Maraton Team veranstaltet wird. Mit freundlicher Genehmigung des Copress-Verlags findet ihr hier den gesamten Bericht über den 10-Tage-Lauf als PDF-Auszug aus der Neuauflage.

Die folgenden Inhalte sind gleich geblieben oder etwas verbessert worden. Das Kapitel Ernährung beinhaltet sehr viel Neues, sicher auch weil Weltklasse-Ultraläufer ihren Erfahrungsschatz für das Buch offengelegt haben. Der Autor erklärt aufbauend auf der Funktionsweise des Verdauungstrakts und dessen Belastung beim Ultralaufen, warum die Mehrzahl bei Ultraläufen an Verdauungsproblemen leidet und zeigt verständliche und klare Lösungen auf. Eine Liste von gut und weniger verträglichen Nahrungsmitteln und die Erklärung, warum sie das sind, ermöglichen dir, die für dich optimale Ernährung herauszufinden. Zusammen mit den Hinweisen, was alles bezüglich Nahrung beim Ultralaufen zu beachten ist, sollten dir Verdaungsbeschwerden in Zukunft erspart bleiben - vorausgesetzt du setzt das vorgelegte Wissen konsequent um.

Die vorgestellten getesteten Ausrüstungsgegenstände wirken beschleunigend und lassen dich gut bestückt, und in Folge mit weniger Unannehmlichkeiten und bremsenden Faktoren auf die Strecke. Klasse Tipps zu lesen gibt es zum Thema Regeneration und emotionale Stärke - die du bei längeren Ultras brauchst, um Gedanken wie 'Jetzt ist es aber genug!' zu überlisten.

Eine Tabelle zusammen mit zwanzig Trainingsplänen ermöglichen es dir gemäß deiner Wettkampfzeiten bei Ultraläufen oder einem Marathon, einen genau für dich passenden Trainingsplan für alle Distanzen vom 6-Std.- bis hin zum 6-Tagelauf auszuwählen, der deiner Wettkampfzeit entspricht. Hast du beispielsweise bei einem 6-Std.-Lauf 56 km zurückgelegt, liest du, dass dies einem 100 km Lauf in einer Zeit von 12 Stunden entspricht und findest dafür den passenden Trainingsplan, der dich nicht überlastet. Das gibt es in keinem anderen Buch zum Thema Ultralaufen und auch das nicht: den Einstiegstest-Trainingsplan für den Marathonläufer, der damit erkennen kann, ob er sich für Distanzen jenseits des Marathons eignet. (Foto. Autor Hubert Beck)

Laufberichte vom Transalpine-Run, den 100 Kilometern in Biel, dem 24-Stunden-Lauf Basel, dem Ultra-Trail du Mont-Blanc, dem Spartathlon, dem Marathon des Sables, dem Leadville Trail 100, dem Yukon Arctic Trail und dem Jungle Marathon vermitteln dir hilfreiche Erfahrungen mit Läufen unterschiedlichster Art und klimatischer Verhältnisse. Die Erfahrungsberichte sind aufschlussreich, ausführlich, unterhaltsam und beschreiben den Charme und die Herausforderungen der Laufevents. Sie sprechen Schwierigkeiten an und wie du sie überwinden kannst und bieten weitaus mehr Informationen als die der Veranstalter. Für jeden Lauf findest du eine Liste mit den erforderlichen Ausrüstungsgegenständen und einen speziell darauf abgestimmten Trainingsplan.

'Das große Buch vom Ultramarathon' reichert Hubert Beck zudem mit Geschichtlichem an. Der Ursprung des Ultralaufens und die ersten Ultraläufer werden vorgestellt. Portraits von Ultrastars, Weltbestzeiten, Statistisches und eine Liste mit den Ultraläufen in Europa sowie den wichtigsten aus dem Rest der Welt machen das Buch zu einem umfassenden Werk mit hohem praktischen Wert. Du spürst, dass hier ein Ultraläufer, den die Welt jenseits der Marathondistanz glücklicher gemacht hat, nutzenorientiert und motivierend für den Läufer schreibt. Auch optisch ist das Buch durch die zumeist eindrucksvollen Bilder und erläuternden Grafiken ansprechend.

Das große Buch vom Ultramarathon
2. Auflage
370 Seiten, € 24,90
Copress Verlag
ISBN 978-3-7679-1193-2

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Schweizer Rekord beim längsten Lauf der Welt

Von Antaranga Gressenich
17. Februar 2013

Pushkar Christopher Müllauer aus Zürich bewältigte am 6. August 2012 den Self-Transcendence 3100-Meilen-Lauf in New York, mit nahezu 5000 Kilometern der längste zertizierte Rundenlauf der Welt. Auf dem betopushkar-muellauer-2.jpgnierten 883 Meter langen Rundkurs im New Yorker Vorort Queens - eine optimale Betreuung Läufer ist nur auf einer solchen Rundstrecke möglich - verschliss der 40-jährige Ultraläufer 12 Paar Laufschuhe. Müllauer kam beim ‘Mount Everest der Ultramarathons’, der vom Sri Chinmoy Marathon Team organisiert wird, auf den vierten Platz in einer Zeit von 48 Tagen, 8 Stunden und 22 Minuten. Das ist neuer Schweizer Rekord. Müllauer übertraf mit seiner neuen Zeit seinen alten Rekord von 2009 um 14 Stunden. Der Produktionsleiter einer Züricher Lebensmittelfirma legte im Durchschnitt täglich über 103 Kilometer zurück, nahm rund 10 000 Kalorien pro Tag zu sich und verlor trotzdem 5 kg an Gewicht.
Der feuchteste Sommer, seit dem ersten 3100-Meilen Lauf im Jahr 1997, führten dazu, dass dieses Jahr von zwölf Teilnehmern nur sechs innerhalb des Zeitlimits von 52 Tagen die Distanz von exakt 4988 km bewätigten.

"Diesen Lauf zu beenden war eine der schönsten Erfahrungen meines Lebens," sagte Müllauer nach dem Lauf. Die grösste Herausforderung für ihn war, fokussiert zu bleiben, um den ständigen Schmerzen und der Ermüdung etwas engegen setzen zu können, die auftreten, wenn man lange Zeit mehr als 100 Kilometer am Tag rennt. "Wenn man während dem Lauf die Konzentration verliert, dann öffnet man sich gegenüber Problemen wie z.B. Verletzungen." Müllauer bemerkte, dass Meditation ihm geholfen hat, das richtige Gleichgewicht zu finden und sich innerlich zu konzentrieren.

Der 3100 Meilen Lauf startete am 17. Juni und führte die Läufer durch die sengende Hitze und extreme Luftfeuchtigkeit des New Yorker Sommers. Sie mussten drei Hitzewellen durchhalten, während denen die Temperaturen gewöhnlich auf über 35 Grad Celsius anstiegen. Die Läufer liefen täglich von 6 Uhr morgens bis um Mitternacht und erfreuten sich nur weniger Stunden Schlaf bevor sie sich am nächsten Tag wieder am Start einfanden.

pushkar-ziel-2.jpg

Der 3100-Meilen-Lauf wurde von dem in Inden geborenen spirituellen Lehrer und begesiterrten Sportler Sri Chinmoy (1931-2007) ins Leben gerufen, der davon überzeugt war, dass Selbst-Transzendenz - über seine vorgefassten Begrenzungen hinauszugehen -, wahre Freude und Zufriedenheit erzeugt. "Ich habe erfahren wie gut einem Selbst-Transzendenz tut", sagt Müllauer. "In uns liegt etwas Tieferes, das Schranken und Begrenzungen durchbrechen kann."

Mehr über Pushkar Müllauers Erfahrungen in englischer Sprache und viele Fotos finden Sie hier.

Und ein Interview mit Pushkar in englischer Sprache können Sie sich hier ansehen:

Quelle: Sri Chinmoy TV

 


 

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3100 Meilen-Champion Surasa im Interview

Von Smarana Puntigam
13. Oktober 2012

Surasa, 5000 km mit dem Auto in 2 Monaten zu fahren ist ja schon eine Leistung, aber 5000 km zu laufen ... . Du hast als zweite Frau der Welt den 'Mount Everest des Laufens' bezwungen. Wie kommt man auf die Idee 3100 Meilen zu laufen?

Die Inspiration und Motivation habe ich meinem Meditationslehrer Sri Chinmoy zu verdanken, der dieses Rennen ins Leben gerufen hat und mich die Philosophie der Selbsttranszendenz gelehrt hat. Ich bin ja vorher schon 700, 1000 und 1300 Meilen (Anm. Surasa hält die Weltrekorde für 700 Meilen, 1300 Meilen und 1000 km) gelaufen und habe bei diesen Läufen gelernt, dass man immer mehr kann, als man glaubt und dass wir uns selbst die Grenzen im Verstand setzen, die man jedoch transzendieren kann.

Letztes Jahr hat mich der Organisator des Rennens gefragt, ob ich nicht 3100 Meilen laufen möchte und ich habe bei diesem Gedanken so viel Freude gespürt, dass ich einfach an den Start gehen musste.
Natürlich sind später dann auch Zweifel und Angst gekommen, die den Start verhindern wollten, doch das Gefühl, dass ich laufen sollte, war stärker.

Du bist diesen Lauf zum zweiten Mal gelaufen. War es für dich diesmal einfacher?

Letztes Jahr holte ich mir bereits am zweiten Tag eine Beinhautentzündung, die bis zum Schluss latent vorhanden war,  außerdem hatte ich schlimme Blasen am Fußballen. Heuer lief alles viel einfacher; viel besser. Ich konnte bis zu meiner Verletzung (einige Tage vor dem Ende) immer sehr gut laufen und hatte fast nur in der ersten Hälfte Blasen, die wir jedoch so gut verklebten, dass ich sie beim Laufen nicht spürte.

Kann man für so einen Lauf trainieren?

Ich glaube, dass man diese Distanzen nicht wirklich trainieren kann, da der Kopf (die mentale Stärke) wahrscheinlich wichtiger ist, als die Kilometer in den Beinen. Die beste Vorbereitung für mich sind immer die verschiedenen Rennen. Das war ein 6-Stunden-Lauf, ein 12-Stunden-Walk, ein 24-Stunden-Lauf, 50 km und ein Marathon.

Je länger ein Lauf wird umso wichtiger ist es, dass der Verstand nicht durchgeht. Ein 3100-Meilen-Läufer hat einmal gesagt: "Der Verstand ist wie ein Pferd, mit dem du gallopieren kannst, wenn er gut trainiert und ruhig ist, aber wenn er bockt, ... ."

...Wie schaut es bei dir aus? Was macht da dein Verstand und welche Techniken hast du, die du verwendest um ihn positiv und ruhig zu halten? 

Ich habe Gott sei Dank keine großen Probleme mit dem Verstand. Natürlich ist es schwierig, ihn ganz still zu halten. Wenn er zum Vorschein kommt, sage ich ganz bewusst "STOP!!!" und versuche positiv zu denken und  einfach dankbar zu sein, dass ich laufen kann. Oder ich beginne innerlich zu singen, ein inspirierendes Gedicht zu wiederholen, zu beten, oder ich nehme meinen iPod und höre spirituelle Musik.

Wenn jemand inspiriert wäre, an diesem Lauf teilzunehmen und würde dich fragen, wie er trainieren sollte, welche Tipps würdest du ihm geben?

Täglich laufen (1 Stunde wäre sicher gut, muss aber nicht sein) und einige lange, offizielle Rennen absolvieren, doch sehr aufpassen, dass man nicht ins Übertraining kommt. Wichtig ist, dass man stark und ausgeruht an der Startlinie steht. Des weiteren würde ich empfehlen, den gesamten Körper zu stärken (mit irgendeiner Form von "Gymnastik"), darauf zu achten, dass alle Organe gut funktionieren und eventuell eine Reinigungskur für den gesamten Körper, oder nur für gewisse, schwache Organe zu machen (jedoch nicht kurz vor dem Rennen).

Welche Rolle spielt Ernährung für dich?

Ich ernähre mich seit 24 Jahren vegetarisch, trinke keinen Alkohol und versuche mich möglichst gut (natürlich) zu ernähren, habe aber keine spezielle Ernährung oder Diät.

Danke Surasa Mairer für dein Interview!

 

 

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Neuer Schweizer Rekord im 24-Stunden-Lauf bei den Damen

Von Antaranga Gressenich
6. Oktober 2012

denise-zimmermann.jpgIn der St. Jakob Sportanlage in Basel stellte die Schweizerin Denise Zimmermann am 12./13. Mai 2012 mit 206,907 km bei ihrem allerersten 24-Stundenlauf einen neuen Schweizer Rekord bei den Damen auf. Gegen Mitternacht lag die 37-jährige Sekretärin aus Mels mit ihrem fliegenden Laufstil bereits rund 15 km vor der zu dieser Zeit zweiplatzierten Karen Hathaway aus England. Doch kurze Zeit später musste Zimmermann wegen Magenproblemen ausruhen und konnte nur noch marschieren. Um 8 Uhr morgens lag Hathaway 9 km vor Zimmermann, die dann aber wieder zu laufen begann. Die letzten 30 km lief Zimmermann mit einem Tempo von 6 Minuten pro Kilometer viel schneller als Hathaway und überholte die 35-jährige britische Läuferin nach einer dramatischen Aufholjagd ein paar Minuten vor Ende des Laufes.

Denise Zimmermann, die bereits zweimal beim Ultra-Trail du Mont-Blanc mit 9000 Höhenmetern und 170 km Laufstrecke auf Platz 4 gelandet ist, brach damit den seit 12 Jahren bestehenden Rekord von Ursula Alder mit 203,82 km, der ebenfalls in Basel aufgestellt wurde. "Ich fühle mich einfach super und zufrieden. Ich hätte nie gedacht, dass ich hier gewinnen kann", erklärte die neue Rekordhalterin.

Am Start des vom Sri Chinmoy Marathon Team ausgetragenen "Self-Transcendence-12- und 24-Std.-Laufs Basel" war ein internationales Feld von 111 Läufer und Läuferinnen aus 19 Nationen. In diesem Rahmen fanden die ersten Schweizer Meisterschaften im 24-Stunden-Lauf von Swiss Ultra Running statt. Gesamtsieger des 24-Stunden-Laufes wurde der Brite John Pares aus mit 235,58 km. Simon Schmid aus Mönthal landete mit 232,546 km auf Platz 3 bei den Herren in der Gesamtwertung und ist damit diesjähriger Schweizer Meister im 24-Stundenlauf. Platz 2 bei den Schweizer Meisterschaften der Damen errang die 53-jährige Chantal Tougne aus Genf mit 156,285 km.

Beim 12 Stunden-Lauf siegte Kai Horschig aus Deutschland mit 130,71 km bei den Herren. Bester Schweizer war Martin Wagen aus Biel auf Platz 4 mit 117,698 km. Monika Moling aus Italien stand bei den Damen mit 101,67km auf dem Siegertreppchen ganz oben. Beste Schweizerin war Katja Weiler aus Birr auf Platz 5 mit 87,685 km.

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3100 Meilen - 2. Frau der Welt bewältigt den längsten zertifizierten Lauf der Welt

Von Antaranga Gressenich
15. August 2011

surasa-mairer-sri-chinmoy-marathon-team.jpg

Als erste Europäerin und als zweite Frau der Welt hat die Österreicherin Surasa Mairer am 4. August gegen 22 Uhr den Self-Transcendence 3100-Meilen-Lauf (4988 km) in New York, den längsten zertifizierten Lauf der Welt, in 53 Tagen, 15 Stunden, 54 Minuten und 25 Sekunden bewältigt. Surasa Paula Mairer, ist am 6. März 1959 in St. Justina in Osttirol geboren. Nur 10 Ultra-Läufer hatten sich 2011 an das Rennen um einen Häuserblock im New Yorker Stadtteil Queens herangewagt. 30 Menschen haben es bisher überhaupt geschafft den Mount Everest des Laufens zu bezwingen, der vom Sri Chinmoy Marathon Team organisiert wird.

Video vom Start des Self-Transcendence 3100-Meilen-Laufs  Quelle: SriChinmoy.tv

In den ersten sechs Wochen legte die heute in Wien lebende Sekretärin jeden Tag im Schnitt mehr als zwei Marathons zurück – oftmals sogar bis zu 100 km. Bis auf Tag 42. Bei der Rekordtemperatur von 44 ° Celsius wurde der Lauf für einen Tag unterbrochen, um Schaden für die Gesundheit der Läufer abzuwenden. Dann wurde es noch einmal richtig spannend. Starke Schmerzen zwangen die gebürtige Tirolerin am Ende der 7. Woche nur zu gehen. Viel mehr als 30 km pro Tag waren mit dem Gehtempo nicht zu schaffen. Der Arzt diagnostizierte einen verletzten Muskel tief in der Wade.


surasa-mairer-3100-meilen.jpg

Doch nach 3 Tagen nur im Gehen auf der Laufstrecke konnte sie plötzlich wieder laufen und spulte dann ihre Runden wieder im gewohnten Durchschnittstempo ab. Gerade rechtzeitig um den Lauf in der vorgegeben Zeit zu beenden, die dieses Jahr wegen der großen Sommerhitze um 2 Tage auf 54 Tage verlängert wurde.

Im Ziel angekommen, erklärte Mairer, die sich zum zweiten Mal an die 3100- Meilen heranwagte: "Ich habe hin und her überlegt, ob ich die 3100-Meilen nochmal laufen soll. Als ich mir dann vorgestellt habe wie ich in New York meine Runden drehe, kam große Freude auf. Diese Freude habe ich auch meist während des gesamten Laufs empfunden."

Für die 118 Marathons hintereinander nahm die 52-Jährige rund 10 000 Kalorien pro Tag zu sich und verlor trotzdem 3 kg an Gewicht. Auf dem betonierten 883 Meter langen Rundkurs im New Yorker Vorort Queens - eine optimale Betreuung Läufer ist nur auf einer solchen Rundstrecke möglich – legte die Wiener Ultraläuferin 5649 Runden zurück und verschliss 7 Paar Laufschuhe. Eine Laufpause, bei dem vom Sri Chinmoy Marathon Team organisierten Ultrarennen, gab es zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens. Die Meilen nach Sonnenuntergang waren eine willkommene Erfrischung für die Teilnehmer, da die Temperaturen im Juli tagsüber meist über 30° Celsius kletterten.

Surasa Paula Mairer hält zudem die Ultralauf-Weltrekorde für 1000 km, 700 Meilen und 1300 Meilen und legte letztes Jahr bei ihrem 3100-Meilen-Lauf-Debut 2700 Meilen zurück. Sie ist auch die erste Frau, die einen Marathon rückwärts lief. Vor ihr gelang es nur einer Frau, der heute 55-jährigen Suprabha Beckjord aus Washington, den 3100-Meilen Lauf zu bewältigen. Der Amerikanerin gelang dies zwölf Mal in Folge und ihre Bestzeit liegt bei 49 Tagen 14 Stunden 30 Minuten und 54 Sekunden.

Der Ukrainer Sarvagata Ukrainskyi aus Berdansk lief die gesamten 3100 Meilen in 44 Tagen, 13 Stunden, 38 Minuten und 52 Sekunden, und gewann damit 2011 das wohl härteste Ultrarennen der Welt. Der 37-Jährige lief das Rennen zum ersten Mal und beendete es in Rekordzeit für jemanden, der erstmals an diesem Ultralauf teilnahm. Sein ebenso alter Landsmann Igor Mudryck aus Vinnitsa landete auf Platz 2 mit 45 Tagen, 2 Stunden, 30 Minuten und 37 Sekunden.

Der 3100-Meilen-Lauf ist der längste zertifizierte Lauf der Welt auf einem Rundkurs und wurde 1997 von dem Friedensvisionär, Philosophen und Sportler Sri Chinmoy ins Leben gerufen.

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Schnelle Wundheilung mit Lavendelöl

Von Smarana Puntigam
13. August 2011

Laborexplosion, Feuer und Verbrennungen führten zur einer eher zufälligen Entdeckung des Lavendelöls, als Mittel zu einer schnellen Geweberegeneration.

Der französische Wissenschaftler Rene Gattefosse erlitt durch eine Laborexplosion, starke Verbrennungen an der Hand. Er wollte die Verbrennung seiner Hand, in einem Behälter mit vermeintlichem Wasser, kühlen. Wie sich herausstellte, war es aber kein Wasser, sondern Lavendelöl. Dem Zufall sei Dank, heilte die  Verbrennung  durch die Behandlung mit Lavendel Öl, in einer sensationellen Zeit.
Heute ist das Lavendel Öl eines der wenigen essentilellen Öle, das in Großbritannien noch immer in Arzneibüchern erscheint.

Mein Schwager hat sich mit der Kreissäge in die Finger geschnitten und musste sofort in das Spittal eingeliefert werden. Er hatte Glück gehabt, da seine Finger nicht ganz durchtrennt waren und so konnten sie genäht werden. In den nächsten Tagen gab es allerdings  mit dem Heilungsprozess der Haut und des Gewebes Probleme und der Arzt war sehr besorgt.
Da ich mich mit essentiellen Ölen beschäftigte und über das Lavendelöl einiges gelesen hatte, habe ich meiner Schwester den Tipp gegeben, die Wunden mit Lavendelöl zu behandeln. Innerhalb der nächsten zwei Tage trat ein unglaublicher Heilungsprozess in Gang; die Wunden heilten, zum Erstaunen des Arztes, schnell und schön.

Beim Sport kann es leicht passieren, dass ich mir eine Schürfwunde hole, da ist dann das Lavendelöl immer Mittel der ersten Wahl für mich.


Laufen am Morgen ist die Schönheit der Reinheit.

Laufen am Abend ist das Licht der Einfachheit.
- Sri Chinmoy


Lavendelöl wirkt auch sehr beruhigend und hat einen sehr angenehmen Geruch. Sehr wichtig ist es, bei der Wahl des Lavendel Öls, auf die richtige Qualität zu achten. Billige  Lavendel Öle sind meist künstlich, oder mit Lavandin verschnitten, das eine reizende Wirkung auf die Haut hat.

Probieren sie es aus, ein herrlicher Duft und eine wohltuende Wirkung.

Smarana Puntigam

 

 

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Zermatt Marathon - unglaublich schön!

Von Smarana Puntigam
9. August 2011

9. Juli 2011: Unglaublich schön und unglaublich anstrengend, so könnte man in ein paar Schlagworten den Zermatt Marathon und Ultra Zermatt Marathon zusammenfassen.

Dieses Jahr fand der Zermatt Marathon zum 10. Mal statt und die Organisatoren haben sich etwas Spezielles für dieses Jubiläum einfallen lassen. Kurzum erweiterten sie den Marathon um einen Ultra Marathon. 

Der Marathon und der Ultra-Marathon starteten in St. Nikolas auf 1085 m und  führten durch Zermatt (1616 m). Der Marathon endete am Riffberg auf 2585 m über dem Meeresspiegel, inmitten von 29 Bergen über 4000 m.

Die Landschaft war einfach überwältigend und entschädigte für die Strapazen,  die der Aufstieg auf den Riffberg mit sich brachte. Im Ziel fühlte man sich frei, konnte die reine klare Bergluft, die Aussicht  und den Frieden in vollen Zügen genießen.
 

Es entspricht nicht der menschlichen Natur,
sich an jenem zu erfreuen,
was wir ohne Anstrengung erhalten.

- Sri Chinmoy
 

Mein Freund Pushkar Müllauer vom Sri Chinmoy Marathon Team, war einer der mutigen Helden, der diese Strapazen auf sich genommen hatte und ist als 57er ins Ziel gekommen.

Für die Ultraläufer war hier aber noch nicht die Endstation.  Auf dem Gornergrat 514 Höhenmeter oberhalb des Marathons und 3,4 km Laufdistanz später, durften auch die ULTRAS durchatmen und die Landschaft in Ruhe genießen.

Auf das Gornergrat und den Riffberg führt eine Zahnradbahn, die den Touristen erlaubt ohne große Anstrengung auch auf den Berg zu kommen. Für die Läufer des 10. Zermatt Marathons war das keine Option, aber sehr wohl für ihr Gepäck.

Ich habe im  World Harmony Run Team mitgeholfen, das Gepäck, das mit der Zahnradbahn gekommen war, von den Paletten abzuladen, nach Nummern zu sortieren und den Läufern im Ziel zu übergeben.

Einer hatte ein Fernrohr und gab die Startnummern der Läufers bekannt, der gerade ins Ziel gelaufen war und eine Menschenkette von 15 Helfern reichte die Säcke bis ins Ziel zu den Läufern durch; ein spezieller Service, der bei den Läufern mit einem verwunderten Lächeln und einem Dankeschön bedacht wurde.

Für das nächste Jahr habe ich mir schon vorgenommen, wenn ich wieder nach Zermatt fahre, dann als Läufer.

 

Ergebnisse:

      Marathon Overall Männer                                   686 Klassierte  
                             
1. Wieser Patrick, 1979, Aadorf                                 3:09.40,6 (1)    

2. Dupont Jean-Christophe, 1971, F-St Jean de Sixt  3:10.03,3 (3)    

3. Short Tim, 1981, Grossbritannien                         3:15.52,5 (5)    

 

      Marathon Overall Frauen                                   209 Klassierte

1. Gassmann Bahr Daniela, 1964, Galgenen             3:32.12,2 (74)   

2. Nunige Jasmin, 1973, Davos Platz                       3:36.24,7 (21)   

3. Hawker Lizzy, 1976, GB-Cambridge                    3:57.07,5 (23)   

 

      Marathon Overall Staffel                                   173 Klassierte

1. Rhonerunners, Glis                                            3:28.27,8 (2022) 

2. MOUNTAIN EXPRESS, Bonstetten                         3:34.51,2 (2106) 

3. Die Spilis, Spiez                                                 3:34.57,8 (2148) 

 

      Ultra Marathon Overall Männer                      498 Klassierte

1. Aas Harald, 1980, N-Oslo                               4:00.08,6 (5001) 

2. Bärtschi Ruedi, 1964, Adelboden                     4:19.53,7 (5032) 

3. Salamun Julien, 1981, Vessy                           4:23.38,1 (5500) 

 

      Ultra Marathon Overall Frauen                       109 Klassierte

1. Reiber Carolina, 1973, Ilanz                           4:50.37,4 (5464) 

2. Dalcolmo Jeanette, 1967, Dürnten                  4:55.03,4 (5108) 

3. Bürger Alexandra, 1975, Spiegel b. Bern         4:56.20,1 (5084)  

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Sommernachtslauf Wildon (6 h) am 30. 7. 2011

Von Antaranga Gressenich
26. Juli 2011

Am Samstag, 30. Juli 2011 veranstaltet das Sri Chinmoy Marathon Österreich einen 6 Stunden langen Sommernachts-Lauf um den idyllischen Wildoner See bei Graz. Ein idealer Lauf für jene, die einmal entspannt in wunderschöner Landschaft über die Marathondistanz hinauswachsen wollen. Sozusagen ein Schnupperlauf in Richtung Ultradistanzen. Einzelläufer, 4er-Staffeln und Mega-Staffeln sind zugelassen. Der Ultralauf startet um 17 Uhr und endet in der Nacht um 23 Uhr. Anmeldeschluss ist der 24. Juli. Bei Nachmeldung kostet es 5 Euro mehr pro Person. Mehr Infos hier.

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Kanal Schwimmen internationales Team

Von Harkara Urmoneit
12. September 2010

Bericht von Harkara:

Als internationales Team sind wir am 21.9.2010 den Ärmelkanal von Dover nach Calais geschwommen. Wir benötigten 13 Stunden und 41 Minuten.

Mitglieder des Teams sind von links nach rechts:

Viharin (Tschechien, Prag)
Harkara (Deutschland, Augsburg)
Angikar (Serbien, Nis)
Jatansheel (Deutschland, Heidelberg)
Mahakulina (Slowenien, Ljubljana)
und unser selbstloser Helfer Vlado (Tschechien, Prag)

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Ein klicken auf die Bilder vergrößert die Bilder.

11.September

Heute kamen Jatnasheel und ich (Harkara) Abends in Dover an. Viharin, Mahakulina und Vlado sind bereits 2 Tage früher angereist und haben und einen freundlichen Empfang bereitet. Es gab ein leckers Essen und wir hatten schon viel Spass zusammen.

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12.September

Heute sind wir das erste Mal im Kanal trainieren gewesen. Das Wasser ist mit 17°C nicht so kalt wie erwartet, aber es kostet schon erst Überwindung, wenn man rein geht. Bei meinem Kaltwassertraining war es mit 14°C viel kälter, das fühlt sich wie ein sticheln auf der Haut an und alles wird rot. Aber ab jetzt ist das Wort "kalt" und "frieren" verboten!!

Das Wetter war super, blauer Himmel mit einem mittelstarken Wind. Am Vormittag bin ich 40 Minuten geschwommen und hatte etwas Schwierigkeiten meinen Rythmus zu finden. Am Abend waren es dann 45 Minuten und es lief super gut.

Die Atmosphäre ist genial, es trainieren ca. 15 Kanalschwimmer an dieser Stelle.

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13.September

Das geniale am Kanalschwimmen oder "open water swim" generell ist, dass man essen kann wie ein Scheunendrescher und man Fett aufbauen möchte um eine gute Isolierung zu haben, sozusagen Biopren anstatt Neopren. Nach den Reglen der "Channel Swimming Association" sind nur eine Badehose, eine Bademütze, Schwimmbrille und Ohrstöpsel erlaubt, sonst kommt die Überquerung nicht in die Wertung. D.h. die Isolierung gegen das k.., (upps) nicht so warme Wasser geht nur mit dem körpereigenen Fett oder man schwimmt so schnell, das man warm bleibt.

Heute kam Angikar unser 5. Teammitglied an. Er ist am 8. August 2010 den Kanal schon erfolgreich als Soloschwimmer geschwommen. Er brauchte 19 Stunden und 24 Minuten und sagte ohne Supreme-Grace wäre es nicht möglich gewesen. Die längste Strecke, die er vorher geschwommen ist, war 8 Stunden... unglaublich - oder auf gut Disciple-deutsch: mind-blowing. Er hat auf jeden Fall ordentlich Biopren.

Heute Nachmittag hat sich das Wetter verschlechtert und es stürmt ziemlich und regnet ein wenig. Kein Problem, beim Schwimmen wird man eh nass. Aber der Wind führt selbst beim Schwimmen zu einem Chill-factor, d.h. die Arme und Schultern ragen ja aus dem Wasser und werden abgek.. (mhh wie sage ich das jetzt) nicht aufgewärmt, sondern das Gegenteil. Die Wellen sind eine zusätzliche Herausforderung. Mir hat es irre Spass gemacht, man spürt die Dynamik des Ozeans und spielt mit den Wellen, bzw. die Wellen spielen mit einem.

14.September

Stellt euch vor ihr seid in Bali am Strand. Es ist knalle heiß und ihr geht ins Wasser zur Abkühlung, aber das Wasser ist fast so warm wie die Luft und deswegen nicht erfrischend. So ist es gerade in Dover, Wasser- und Lufttemperatur 17°C. Zum Glück weht aber eine starke Briese, so dass es nicht so schwül wie in Bali ist :) Durch den starken Wind war das Schwimmen heute wie in einer Waschmaschine im Schleudergang.

Die Boys meinen, ich sehe aus wie ein Außerirdischer (Alien):

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Heute haben wir unseren Boots-Kapitän getroffen. Er ist sehr nett, ein echter englischer Gentleman. Wir sind jetzt in zweiter Position, d.h. vor uns kommt ein Einzelschwimmer dran. Voraussichtlich werden wir Samstag um 4:00 Uhr morgens starten.

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Unser Tagesablauf sieht folgendermaßen aus:
8:30 Kanalschwimmen-Meditation auf Gottes Gnade und Channel-Song singen
9:00 Schwimmen 45 bis 60 min, je nach persönliches Ziel
ab 10:30 Aufwärmen
kochen, essen, essen, essen
15:00 ausruhen, schlafen
16:45 Kanalschwimmen-Meditation
17:15 zweite Schwimm-Session
kochen, essen, essen, essen
auschillen und ins Bett fallen
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15.September

Heute waren wir an einem Sandstrand bei Folkestone. Die Sonne schien und der Himmel war blitzeblau. Sonne und Sandstrand, wow... aber heute viel mir das Schwimmen schwer.

Um 17:00 sind wir dann nach London zur Meditation gefahren. Wir wurden herzlich empfangen und es gab ein riesen Prasad. Die Schwimmer durften zuerst nehmen und es war ziemlich klar, wer hier die Schwimmer sind... alle mit "etwas" Übergewicht und breiten Schultern. Das üppige Prasad war wohl eine zufällige Ausnahme, vom Supreme speziell für uns arangiert. Die Meditation war sehr schön und wir hatten viel Spass danach beim "small talken".

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16.September

Jetzt sind wir wieder zum Sandstrand gefahren. Ist einfach angenehmer für die Füsse über den Sand zu laufen, anstatt dicke Kieselsteine wie in Dover und gibt einem so ein Urlaub-Feeling.

Eigentlich wollte ich heute pausieren, da sich gestern meine Muskeln sehr müde anfühlten, habe dann aber beim Meditieren direkt ein Gedicht über Lethargy (Faulheit) aufgeschlagen und dies als einen "Wink mit dem Zahlpfahl" interpretiert. Mahakulina meinte dann auch noch: "letzter Tag zum Trainieren, morgen ist Pause". Ok, ok rein ins erfrischende Nass.
Ich bin eine Stunde geschwommen und es lief suuuuuper gut. Ich fühlte mich wie ein Torpedo, so schnell bin ich durch das Wasser geflitzt.

Auf einmal ist Mahakulina neben mir. Er ist unser schnellster Schwimmer und kann mindestens 4km/h schwimmen. Wow, ich kann mit ihm mithalten, man bin ich heute schnell. Ohh nein, er wollte nur wissen wie spät es ist und ist dann abgeflitzt, keine Chance sein Tempo auch nur annähernd mitzuhalten. Ich war trotzdem glücklich, da ich meine eigene Geschwindigkeit tranzendiert habe.
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17.September

Heute früh hatte unser Bootskapitän leider eine schlechte Nachricht für uns, der Wind ist zu stark und wir können nicht am Samstag früh starten, d.h. weiter warten. Mein Verstand war auf eine Pause vorbereitet und musste das erst einmal verarbeiten.

Diesmal haben wir ein paar lustige Aktionen im Wasser gemacht, Synchron-schwimmen, Rumplanschen, usw. Wir vertragen alle die Wassertemperatur immer besser. Der Körper ist schon eine geniales Instrument, er kann sich auf alle Gegebenheiten einstellen.

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Am Nachmittag kam BBC um uns und andere Kanalschwimmer zu interviewen. Sie wollen eine Dokumentation über die "Kanalschimmen-Industrie" machen. Das war eine interessante Erfahrung.

18.September

Man kann sagen: "same procedure as everyday", der gleiche Ablauf wie jeden Tag. Diesmal waren wir jedoch wieder in Dover Schwimmen. Dort ist das Trainieren viel ernster als in Folkestone und es liegt eine Kanalschwimmenspannung in der Luft.

BBC hat uns gefilmt, wie wir synchron losschwimmen, gut das wir einen Tag vorher geübt haben :)

Am Abend hat Mahakulina einen super leckeren Nachtisch gezaubert, gebratene Äpfelscheiben mit Rosinen, Sahne und viiieeel Eiscreme, mhhh.

19.September

Heute morgen war ein großes "Hallo" auf unserem Caravanplatz, ein australischer Soloschwimmer, eine australische Soloschwimmerin, ein irischer Soloschwimmer und ein Team haben den Kanal besiegt! Die Australierin war total aufgedreht, sie hat 11h und 3 Minuten gebraucht. So ziemlich jeder Schwimmer kennt das Sri Chinmoy Marathon Team und ist begeistert vom Zürichsee-Schwimmen. Die Austalierin trug ein T-Shirt vom Zürichsee-Schwimmen beim Interview mit der BBC und sagte zu uns: "I love Sri Chinmoy". Sie war auch schon auf Veranstaltungen in Australien. Wegen all dem Gratulieren und Reden waren wir erst um 12:00 Uhr am Hafen zum Trainieren.

Dort trafen wir Kevin Murphy. Er ist mit 34 erfolgreichen Überquerungen der König des englischen Kanals. Um 16:00 Uhr haben Evelyn und David, die Vermieter unserer Unterkunft, eine Party organisiert, um die Erfolge zu feiern. Kevin Murphy und seine Frau waren auch eingeladen und haben uns viele Geschichten erzählt und Tipps gegeben.

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20.September

Hurra für morgen sind ieale Wetter-Bedinngungen vorausgesagt. Der Bootskapitän gab sein ok, wir starten morgen Dienstag um 6:00 Uhr lokale Zeit (7:00 Mitteleuropäische Zeit). Wir sind noch einmal entspannd schwimmen gegangen. Es war sehr stürmisch und eine gute Übung wie man bei hohen Wellen schwimmt und atmet.

Wir wollten eine Satellit-Tracker mieten, wo ihr in Echtzeit unsere Überquerung sehen könnt. Mike Oram war nicht sicher, ob der Tracker rechtzeitig zu Verfügung steht. Den Tracker kann man unter folgender Adresse beobachten:

http://www.ais-doverstraits.co.uk/

Dort Satellite-Tracker Nummer 4 anklicken.

21. September

Hurra, wir haben es geschafft!

Wir hatten optimale Bedingungen für unser Kanal-Schwimmen. Die Sonne schien und die Lufttemperatur war zwischen 17°C und 20°C. Das Wasser war ruhig und 17°C "warm". Es hatte fast kein Wind, nur die Gezeitenströmung war schon ein wenig stärker, da wir am Ende der Niedrig-Tide schwammen.

Bessere Bedingungen kann man fast nicht haben, so wurde die Überquerung zu einer entspannten Bootsfahrt mit kraftvollen Schwimmeinlagen. In der Staffel schwimmt jeder eine Stunde und hat dann 4 Stunden Pause um wieder eine Stunde zu schwimmen. Deshalb konnte man in der Stunde Schwimmen wirklich 100% geben.

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Unser Start war um 6:58 Uhr und der Tag begrüßte uns mit einem wunderschönen Sonnenaufgang. Die Schwimmer-Reihenfolge war vom schnellsten Schwimmer zum langsamsten Schwimmer: Mahakulina, Viharin, Jatnasheel, Harkara, Angikar.

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Allen ging es gut, niemand wurde seekrank, außer unser selbstloser Helfer Vlado. Obwohl er leicht seekrank war, half er uns trotzdem.

Nach 10 Stunden meinte der Kapitän, wenn wir uns jetzt nicht ranhalten, dann trägt uns die Strömung am Ziel Cap Gris Nez vorbei und wir müssen mindestens 5 Stunden mehr schwimmen. Mahakulina war als nächstes an der Reihe und so legte jeder noch ein Brikett drauf und gab alles. Man konnte Frankreich schon deutlich sehen, aber man wird durch die Strömung parallel zur Küste abgetrieben. Für ca. 20 Minuten begleiteten uns drei Delfine. Das war ein tolles Erlebnis!

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Jatnasheel schwam schon in der Dämmerung und bei mir war es dann total dunkel. Ich hatte die große Ehre der Finale Schwimmer zu sein. Damit die Bootsbesatzung den Schwimmer noch sehen kann, trägt man eine Lampe an der Badekappe und an der Hose.

Kurz vor dem Ziel bleibt das Boot stehen, da es nicht bis an das Ufer fahren kann. Angikar kam mit ins Wasser und wir schwammen gemeinsam bis zu den Klippen von Cap Gris Nez. Meine Muskeln brannten und ich konnte gerade so mit dem ausgeruhten Angikar mithalten. Kurz vor den Klippen sieht man schon die Felsen Unterwasser. Nur noch ein paar Meter, meine Arme waren schwer wie Blei, da ich vorher die ganze Zeit schnell gesprintet bin. Dann spürte ich die Felsen unter meinen Füssen und bin vorsichtig heraus geklettert. Die Felsen sind messerscharf, da sie voller Muscheln sind, ich habe zum Glück nur ein paar leichte Kratzer abbekommen. Geschafft!! Alle sind glücklich.

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Wir benötigten 13 Stunden und 41 Minuten und sind das erste Männer Team vom Sri Chinmoy Marathon Team seit 25 Jahren die ihren Versuch erfolgreich beendeten - und das zweite das die Herausforderung annahm. Das erste Team scheiterte 1985 wegen der Kombination aus Seekrankheit, starken Wind, 13°C kaltem Wasser und Dunkelheit.

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In vier Monaten zum Ärmelkanal

Von Harkara Urmoneit
19. Mai 2008

Sri Chinmoy Marathon TeamDer Ärmelkanal hat schon viele Schwimmer herausgefordert. Seit 1875, als Captain Mathew Webb die erste Überquerung gelang, haben ihn ca. 250 Personen durchschwommen (Stand 1985), viele sogar mehrmals, manche mehrfach. 1926 schaffte es im zweiten Anlauf die erste Frau, Gertrude Ederle, eine deutschstämmige USA-Einwanderin mit amerikanischem Pass. Die Erfolgsquote jedoch ist sehr niedrig: von 100 Versuchen waren 1985 25-30 erfolgreich.

Der Kanal, der als Mount Everest des Schwimmens gilt, ist berüchtigt wegen seiner Kälte, der Quallen, der starken Gezeitenströmungen und des oft unvorhersehbaren Wetters, das den Schwimmer mitten bei der Überquerung zum Aufgeben zwingen kann. Dazu kommt der rege Schiffsverkehr mit Fähren, Tankern und Containerschiffen in einer der befahrendsten Schifffahrtsstraßen der Welt. Viele jedoch scheitern an der Wassertemperatur, die im Sommer 1985 bei 13.5 Grad Celsius lag und in der Regel nicht über 16°C ansteigt (inzwischen dank Klimawandel bis ca. 18 Grad), und müssen nach einigen Stunden wegen Unterkühlungsgefahr aus dem Wasser geholt werden. Dazu kommt der psychische oder geistige Faktor: nicht allein die körperliche Fitness und eine gewisse Isolationsschicht sind ausschlaggebend, sondern Ausdauer, Mut, Durchhaltewille und eine positive innere Haltung sind nötig, um die Strecke und das lange Alleinsein im Wasser durchzustehen. Die Faszination des Kanals ist sicher auch die, dass keine Überquerung der anderen gleicht, und dass es den meisten nicht um die Zeit, sondern allein um das Durchhalten geht – um die Herausforderung gegenüber sich selbst. Der Rekord lag 1985 bei 7 Std 40 Min., aufgestellt von der Amerikanerin Penny Lee Dean im Jahre 1978 – überhaupt sind Frauen am Kanal überproportional erfolgreich!

(Aktuelle Rekorde siehe: www.doverlife.co.uk)

Nach den Regeln der Channel Swimming Association (oder heute auch der Channel Swimming & Piloting Federation) ist der Schwimmer bzw. die Schwimmerin nur mit einem Badeanzug und einer Badekappe bekleidet und darf keine fremden Hilfsmittel wie Flossen etc. verwenden. Schwimmbrille und eine spezielle Fettmischung, als Kälteschutz direkt auf die Haut aufgetragen, sind jedoch erlaubt. Man darf während der Überquerung keinen körperlichen Kontakt zu Helfern haben und sich nicht am Begleitboot festhalten, von dem aus man verpflegt wird und das einen zwischen den unzähligen Schiffen hindurchlotst und die Richtung vorgibt. Ein offizieller Beobachter auf dem Boot nimmt die Zeit und notiert alle Vorkommnisse während der Überquerung: Jede „Fütterung“ wird festgehalten, stündlich wird die Zahl der Armbewegungen pro Minute notiert, die Wassertemperatur gemessen und die Windstärke sowie die Position des Schwimmers aufgeschrieben. Nur dann wird die Überquerung auch offiziell anerkannt, denn es gibt immer wieder Fälle sportlicher Unfairness, wo jemand behauptet, den Kanal durchschwommen zu haben, und sich später zeigt, dass er Hilfsmittel benutzte, sich ziehen ließ oder gar nur ein kurzes Stück geschwommen war.

Vasanti hatte für ihre Überquerung lange warten müssen. Zwischen dem 25. und 29. Juli, in der zweiten Schwimmperiode des Monats, hatte sie den Termin für das Begleitboot gehabt. Am 15. Juli war sie nach Dover gereist, um sich dort im Hafen an das kalte Wasser zu gewöhnen und einen 7-stündigen Testschwimm bei stürmischsten Bedingungen zu absolvieren. Aber das Wetter machte ihr einen Strich durch die Rechnung: der schlechteste Sommer seit Jahrzehnten erlaubte nur schnellen Schwimmern einen Versuch, wenn der Wind kurzfristig einmal nachließ. Die wenigsten wagten es. Einer - Eric Johnson - jedoch brach gleich den Rekord von Frankreich nach England: 8 Std. 20 Min. Interessanterweise schaffte es in diesem Jahr auch der Abenteurer-Millionär Stephen Fossett, in 22 h 15 Min., ebenfalls von Frankreich nach England.

Am 15. August mußte Vasanti Dover erstmal wieder verlassen, flog nach New York und konnte sich dort in Long Island noch besser an Wellen, Seetang und Quallen gewöhnen, wenn auch das Wasser viel zu warm war. Am 31. August flog sie zurück nach Dover, und nach einer kurzen Eingewöhnungszeit war am 9. September endlich der ersehnte Tag da: Um 7.00 Uhr morgens begann die Überquerung. Um 6.00 Uhr war man aufs Boot gegangen, wo die Schwimmerin mit dem erlaubten Fett, einer weißen Mischung aus Lanolin und Vaseline (“Channel grease”) dick eingeschmiert wurde wie eine Torte. Dieses Fett löst sich zwar nach ein paar Stunden weitgehend ab, schließt aber die Poren der Haut und verhindert so zu großen Wärmeverlust des Körpers. Vom Hafen fährt das Boot zum Shakespeare Beach unterhalb der weißen Klippen, an dem normalerweise die Versuche von englischer Seite starten, und dort begann das Unternehmen.

Vasanti über ihre Überquerung:

“Am schwierigsten waren eigentlich die ersten beiden Stunden. Man muss erst seinen Rhythmus finden, und man hat alles noch vor sich. Nach vier Stunden sagte der Bootsführer, Dave Whyte, das Tempo sei schneller als erwartet und statt der geschätzten 16 Stunden werde ich vielleicht nur 12 Stunden brauchen. Das gab mir großen Auftrieb. Die Zahl der Kraulbewegungen hatte sich nach 2 Stunden auf 70 pro Minute eingependelt und sollte auch bis zum Schluss konstant bleiben. Nach 6 Stunden konnte ich vom Wasser aus schon die französische Küste sehen, die Hälfte des Kanals war zurückgelegt – rein geographisch betrachtet. In diesem Augenblick wusste ich, dass ich es schaffen würde. Nach weiteren vier Stunden heißt es: noch 2-3 Stunden. Ich konnte es gar nicht glauben, da ich wusste, dass eigentlich bald die Gegenströmung einsetzen musste, aber jetzt genoss ich das Schwimmen in der leichten Dünung um so mehr. Das Wasser war relativ klar, Sonnenstrahlen tanzten im Wasser, hie und da kleine Fische, ein paar Schiffe und Fähren in sicherer Distanz, nichts Dramatisches.

Gegen 19 Uhr englischer Zeit setzt die Dämmerung ein, die Stimmung wird unendlich friedlich. Bei der nächsten Fütterung jedoch heißt es: Die Gezeitenströmung, die nun aufkommt, ist stärker als erwartet und treibt uns etwas ab. Wir werden in einer Bucht landen müssen und es wird etwas länger dauern. Das Boot macht seine Lichter an und ich bekomme eine Glimmröhre auf dem Rücken befestigt, damit ich in der Dunkelheit nicht verloren gehe. Dennoch haben Uli und Tina, meine beiden Helfer, oft keine Ahnung, wo ich mich befinde, da das Boot immer ein wenig vorausfährt und dann wieder auf mich wartet. Ich habe Vertrauen und schwimme brav dem erleuchteten Boot hinterher – etwas anderes bleibt mir ja auch nicht übrig. Zum Glück macht mir die Dunkelheit nichts aus – anders als erwartet. Ich kann sogar den Sternenhimmel über mir bei jedem Atemzug bewundern. Auch die Kälte stört mich nicht. Ich fühle mich ganz wohl, freue mich, dass ich nach so vielen Stunden noch so viel Energie zu haben scheine, und mache mich in Gedanken schon mit der Möglichkeit vertraut, noch weitere 3-4 Stunden schwimmen zu müssen. 12 Stunden war ich ja im Training schon geschwommen, die Herausforderung geht ja erst richtig los. Die Zeit zwischen den einzelnen Fütterungen vergeht erstaunlich schnell. Manchmal frage ich nach, ob wirklich schon 45 Minuten vergangen sind – es fühlt sich oft an wie 20, maximal. Während ich schwimme versuche ich sehr konzentriert zu sein und keine negativen Gedanken oder Gefühle aufkommen zu lassen. Einmal, als ich gerade dachte, wie warm mir das Wasser vorkommt, rief mir Uli “aufmunternd” zu: “Das Wasser ist noch genauso kalt wie am Anfang” - und wollte damit wohl ausdrücken, dass es auch jetzt in der Nacht nicht kälter geworden war. Als ich das Wort “kalt” hörte, fing mein Körper sofort zu frösteln an! Oft sang ich innerlich still vor mich hin. Mein Meditationslehrer Sri Chinmoy, der von New York aus den Schwimm über Telefonverbindung genau mitverfolgte und wie viele meiner Freunde und Team-Mitglieder kraftvolle innere Unterstützung gab, hatte eigens ein Lied für den Kanal geschrieben, und die Zeile “in meinem Herzen und vor meinen Augen fliegt der Vogel der Ekstase” gefielt mir besonders. Zwar brachte ich Worte und Melodie immer wieder durcheinander, aber die Inspiration kam durch. Jemand fragte mich später, ob ich ein Mantra hatte. Dieses Lied war mein Mantra, und das Schwimmen selbst (“my stroke is my mantra”, sagte eine andere Schwimmerin).

Nachdem meine Helfer mir noch ein paarmal gesagt hatten “Nur noch 1-2 Stunden” und der Beobachter notierte “still smiling, still going strong”, stoppte das Boot auf einmal – endlich – und das Schlauchboot wurde heruntergelassen, mit dem mich der Beobachter bis zum Strand begleiten musste. Jetzte streifte ich auf einmal mit meinen Händen etwas unter der Wasseroberfläche. Erst dachte ich, vielleicht überwachsene Felsen (so dicht unter der Oberfläche??), dann merkte ich, dass es lebendig war – Fische? Vom Boot rief Uli auf meine Frage nur “schwimm weiter!”, und gehorsam steuerte ich auf die Lichter am Ufer zu. Noch 10 Minuten, schätzte ich. Auf einmal schlugen mir Wellen über den Kopf und ich wunderte mich, wo die herkamen. Da schoss es mir durch den Kopf: flacher Sandstrand! Vorsichtig streckte ich die Füße nach unten – und stand bis zur Hüfte im Wasser! Die Wellen spülten mich vollends an den Strand, und um 23.55 Uhr hatte ich trockenen Boden unter den Füßen (offizielle Zeit allerdings 17 Std. 01). Die Lichter von Wissant waren weit im Landesinnern gewesen. Ich ließ mich im Schneidersitz nieder, um den Augenblick zu genießen, aber sofort wurde es kalt und ich ging ins Wasser zurück. Ich war glücklich, es geschafft zu haben, fühlte aber keine Ekstase oder dergleichen, einfach nur tiefe innere Ruhe und Dankbarkeit. Das war also der Ärmelkanal! Eigentlich gar nicht so schwer, dachte ich bei mir, man muss nur durchhalten. (Ich hatte aber auch extremes Glück gehabt mit den äußeren Bedingungen.)

Im Schlauchboot wurde ich aufs Boot gebracht und dort freudestrahlend von allen empfangen. In Decken gewickelt, immer noch das klebrige Fett am Körper, konnte ich mich endlich unter Deck legen und erzählen. Ich war viel zu aufgedreht um zu schlafen und hatte ein riesiges Mitteilungsbedürfnis, während meine treuen Helfer müde und geschafft waren. Innerlich hatte ich ein großes Gefühl von Frieden und Heiterkeit. Von den drei Stunden der Rückfahrt schlief ich vielleicht eine Stunde. Zuhause, d.h. in unserer Pension, wusch ich mir in der engen Dusche erst mal das Fett vom Körper. Nach zwei weiteren Stunden Schlaf begleiteten wir dann einen Freund, Adhirata Keefe aus New York, mit seiner Crew zum Strand, der an diesem Tag seinen Überquerungsversuch startete. Weitere Freunde, alles Mitglieder unseres Sri Chinmoy Marathon Teams, trafen am Strand mit uns zusammen. Sie hatten einige Tage vorher eine Staffel versucht, waren aber wegen Seekrankheit einiger Schwimmer zum Aufgeben gezwungen. Die Staffel war von Frankreich aus in der Nacht bei hohem Wellengang gestartet, und einige waren schon auf der Überfahrt dorthin seekrank geworden und konnten keine Nahrung mehr bei sich behalten. Adhiratha, der noch ruhigeres Wasser hatte als wir am Vortag, schaffte es ebenfalls, in nur 14 Stunden 51 Minuten.

Sofort nach meiner Überquerung rief mich Sri Chinmoy an und lud mich nach New York ein, dem Hauptsitz des Sri Chinmoy Marathons Teams, wo wir überschwenglich begrüßt und gefeiert wurden. Ich musste immer wieder betonen, wie erstaunlich leicht mir das Ganze gefallen war, dank all der inneren und äußeren Unterstützung, aber es war schön zu sehen, wie sich alle meine Freunde über diesen “Sieg” freuten und Inspiration daraus gewannen. Das Vertrauen meiner Freunde und das Gefühl, die Überquerung nicht nur für mich, sondern in gewissem Sinn auch für alle, die mitfieberten, zu machen, hat mir mit Sicherheit stark geholfen. Ich selbst hatte Mut und Vertrauen gewonnen z.B. durch Tarak Kauff, der durch alle 50 Staaten der UA gelaufen ist, Kanchan Stott, die als erste Frau Kanada von einer Küste zur anderen durchquert hat und viele andere, nicht zuletzt all die Kanalschwimmer vor mir. Und das ist auch eine der schönen Erfahrungen dabei: Dass man Dinge erreichen kann, die für viele unmöglich erscheinen, wenn man nur die Vision, den Mut, den Enthusiasmus, die Entschlossenheit und den Glauben daran hat, denn dann erhält man zusätzliche Kraft. Wobei mentaler Wille allein nicht reicht. Die Inspiration muss aus einer tieferen Quelle kommen.

Mein Teamkollege Adhiratha, der an der UNO arbeitet, hat seine Überquerung dem 40. Jubiläum der Vereinten Nationen gewidmet, da auch das Ziel einer Welt des Friedens und der Harmonie, ohne Krieg und ohne Armut, das von vielen als unrealistisch betrachtet wird, nur duch Geduld, Entschlossenheit, starken Willen und eine Vision des Ziels Schritt um Schritt verwirklicht werden kann. Aber das bedeutet nicht, dass es unmöglich ist.

Was war für mich die Motivation zu einem solchen Unternehmen?

Ich habe mit dem Sport erst wieder richtig begonnen, seit ich meditiere. Früher liebte ich Schwimmen in Seen und im Meer – die Unendlichkeit des Wassers -, Skifahren und Turnen, aber nicht den Wettkampf, weil ich nur im Schlagballwerfen oder beim Völkerball Siegeschancen hatte. Dann kam eine recht ungesunde Studentenzeit, und gleichzeitig mit der Meditation und dem Aufgeben des Rauchens begann ich 1981 mit dem Laufen. Ich lernte längere Strecken lieben, weil man dabei sehr schöne Erfahrungen mit sich selbst machen kann und kein Spitzensportler zu sein braucht. Einen Marathon und mehrere 12-Stunden-Gehen hatte ich bald hinter mir. Wegen einer Schienbeinentzündung bei der Vorbereitung auf den New York Marathon 1984 verlegte ich mich wieder etwas aufs Schwimmen, um nicht gar nichts zu tun. Aber erst im April 1985 begann ich mit dem Training für den Kanal.

Wie es dazu kam: Ein Teamkollege, ein sehr guter Schwimmer, hatte es im Jahr zuvor versucht und war gescheitert, vor allem an der Kälte. Bei einem Treffen in New York im April 1985 kam die Idee wieder auf, und einige Freunde beschlossen, ernsthaft zu trainieren. Sri Chinmoy empfahl zwei Testschwimmen zur Vorbereitung: 12 Meilen (ca. 20 km) Ende Mai und 18 Meilen (ca. 28 km, fast die Kanal-Distanz) für Ende Juni, im offenen Gewässer, für das Ziel, im Juli nach Dover zu gehen – eine verrückt kurze Vorbereitungszeit. Ich traute mich erst gar nicht zu sagen, dass ich schwimmen wollte, weil ich an meiner eigenen Disziplin zweifelte. Aber die Faszination war da, wie eine innere Stimme, die rief “ich will es versuchen”! Gute Fettpolster gegen die Kälte waren vorhanden, als Folge des Nichtrauchens, Ausdauer hatte ich schon immer, auch im Schwimmen, und vielleicht mit Hilfe der Meditation etwas mehr Optimismus und innere Willenskraft als jemand, der 1-2 Jahre trainieren muss. Letzten Endes war ich dann diejenige, die bei den Testschwimmen übrigblieb. (Die New Yorker hatten sehr schwierige Bedingungen bei ihren Testschwimmen im freien Gewässer, nur Adhiratha wiederholte dann den missglückten 18-Meilen-Schwimm und war der einzige New Yorker, der sich im September auch ein Solo zutraute.)

Für viele sind Langstreckenerfahrungen eine Art spirituelle Erfahrung, und das war sicherlich auch etwas, was ich suchte – und fand. An die (vermeintlichen) Grenzen seiner eigenen Leistungsfähigkeit zu gehen und zu sehen, dass es noch viel weiter geht, gegen innere Widerstände zu kämpfen und die tiefe Freude zu empfinden, wenn man sie überwindet, sind Erfahrungen, die man bei Ultra-Distanzen beim Laufen wie beim Schwimmen sucht und findet. Aus einem mehr oberflächlichen Tagesbewusstsein kann man zu einem tieferen, meditationsähnlichen Zustand gelangen und durchaus mystische Erfahrungen machen. Julie Ridge spricht vom “Einswerden mit dem Wasser und dem Himmel”, Tom Hetzel sogar – etwas zögernd – von Gott nahekommen.

Für mich war der Kanal – vor allem mit der kurzen Vorbereitungszeit – eine ganz große Herausforderung, die mir vielleicht das letzte abverlangen würde, der ich mich aber gewachsen fühlte. Im Nachhinein habe ich das Gefühl, dass mich der Kanal und alles, was damit zusammenhängt: das Training, Erfahrungen mit Menschen etc., sehr verändert hat, und viele Freunde bestätigen das. Ich habe noch nie so intensiv und erfüllt gelebt wie während meiner Trainingszeit von Ende April bis September 1981. Ich bin ausgeglichener geworden, besitze eine tiefe innere Zufriedenheit und fühle mich stärker, freier und unabhängiger. Ich beginne Sport wirklich ernst zu nehmen und zu genießen und habe durch das intensive Training ein gutes Gefühl für gesunde Ernährung bekommen. Zwar lebe ich seit 1981 fleischlos, war bis zum Kanal aber ein typischer “Puddingvegetarier”. Auch jetzt nach dem Kanal möchte ich weitertrainieren.

Neue Ziele? Schaun wir mal... An einem Abend kurz nach unserer Ankunft in New York fragte Sri Chinmoy uns neugebackene Ärmelkanalschwimmer, indem er in die Luft schaute als würde er eine Vision vor Augen haben: “ What do you think – was haltet ihr davon: den Ärmelkanal durchschwimmen, 150 Meilen Radfahren, 50 Meilen laufen – do you find it frightening or challenging – empfindet ihr das furchteinflößend oder als eine Herausforderung?“ Ich antwortete: “Challenging!” Kurze Zeit später begann ich mit dem Radfahren.

P.S.: Per Zufall, weil ich bei einer Freundin wohnte, deren Vermieter die deutsch-amerikanische Gesellschaft kennt und von meiner Überquerung erzählte, wurde ich zur Steubenparade der deutsch-amerikanischen Gesellschaft eingeladen und durfte dort als Ehrengast mit Bürgermeister Ed Koch, dem Botschafter der EG und dem deutschen Konsul mitlaufen und auf die Ehrentribüne. Beim offiziellen Empfang am Tag zuvor vor dem Rathaus meinte der Vizebürgermeister, als er mir eine Nadel mit dem New Yorker “Apple” an die Jacke meines Trainingsanzuges heftete und das “Sri Chinmoy Marathon Team”-Emblem sah: “Ah, vom Sri Chinmoy Marathon Team. Diese Gruppe kenne ich gut. Das sind prima Leute.”

(Bericht von September 1985)

Link zu Vasantis Blog für ihr neues Projekt, einen Ärmalkanal-Triathlon: http://www.dover-heidelberg.blogspot.com

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Interview mit Achim Heukemes und Dagmar Großheim Nürnberg 2008

Von Harkara Urmoneit
15. März 2008

am 15.3.08 in Nürnberg anlässlich des 6-Stunden-Laufes


Sri Chinmoy Marathon Team Vasanti: Achim, sechs Stunden, das war doch jetzt sicher ein Spaziergang für Dich, oder?

Achim: Gut, sechs Stunden sind auch kein Spaziergang. Da geht es ja um die Schnelligkeit. Es wird da ja schneller gelaufen, als beim 24-Stunden- oder beim 48-Stunden-Lauf. Und für uns ist es halt gut, weil man da ein bisschen Tempohärte aufnimmt. Man versucht einfach die 50 km unter vier Stunden zu laufen, dann hat man eine gewisse Tempohärte, die man nachher bei den langen Läufen, z.B. dem 10-Tage-Lauf in New York braucht, um sich irgendwann auch mal abzusetzen. Es ist also ganz wichtig solche Läufe zu machen, damit man Tempohärte bekommt.

Vasanti: Wie fandest du den Lauf heute, wie war es für dich?

Achim: Ich war jetzt, glaube ich, zum achten Mal in Nürnberg. Das ist der einzige 6-Stunden-Lauf, den ich noch nicht gewinnen konnte. Ich war hier, glaube ich, viermal Zweiter, aber leider klappt es hier nie in Nürnberg (mit Gewinnen). Aber ich habe ja noch ein paar Anläufe. Ansonsten: Nürnberg gefällt mir immer gut und zählt mit Stein zu den schönsten 6-Stunden-Läufen.

Vasanti: Was gefällt dir speziell an dem Lauf?

Achim: Die Harmonie, die Verpflegung, das Zählen. Den Sinn des Sportes, den merkt man hier. Es wird nicht nur mit Chip gelaufen, was anonym ist. Hier hat man noch eine Ansprechperson, auch wenn es manchmal ein bisschen hakt mit den Runden, weil es einfach zuviele sind von den Teilnehmern her. Es ist schwer für die Leute geworden. Sie haben dann vier, fünf Mann, die sie aufschreiben müssen. Am Anfang ist das sehr schwer. Und trotzdem ist noch der persönliche Kontakt da. Das ist eben der Unterschied zu den anderen Läufen.

Vasanti: Was meinst du genau mit dem „Sinn des Sports“?

Achim: Ja, da ist noch ein bisschen Menschlichkeit drin und nicht nur Technik.

Dagmar: Ich finde das auch schön mit den Runden. Ich hatte einen tollen Rundenzähler und ich finde es einfach schön, wenn man jede Runde persönlich angesprochen und angefeuert wird, man lässt dann nicht so schnell nach, als wenn man nur so einfach gegen die Uhr läuft. Wenn immer wieder einer sagt „toll“ und „nächste Runde bekommst du die Fahne“. Man hat so das Gefühl, da freut sich einer mit. Ansonsten fand ich es brutal hart heute, weil ich eigentlich viel mehr laufen können müsste, aber wir sind beide schon in Stein [6 Stunden] gelaufen und dann haben wir uns direkt eine Erkältung eingefangen und damit haben wir jetzt 14 Tage zu tun gehabt. Heute geht es jetzt gerade, aber da kann man natürlich nicht die Leistung abrufen, die man normalerweise bringen könnte. Aber es ist schon ein bisschen frustrierend, wenn man seiner Leistung hinterher läuft. Trotzdem habe ich mich die 6 Stunden durchgequält, obwohl ich mich nach 3 Stunden schon mal gefragt habe, ob das hier Sinn macht.

Vasanti: Bist du ins Medical gegangen?

Dagmar: Nein, nein, bin ich nicht. Ich denke, dass muss dann auch so gehen. Ich war trotzdem froh, dass ich die 6 Stunden gemacht habe. Das waren wieder 6 Stunden Training, eine schöne lange Einheit und gute Vorbereitung für New York. Wir haben jetzt noch 5 Wochen, glaube ich. Ja, das ist das Highlight dieses Jahr. 10 Tage haben wir bisher noch nicht gemacht, nur 6 Tage.

Vasanti: Viele Leute sagen auch, das Rundenlaufen sei langweilig. Euch hat es jetzt aber gut gefallen. Was ich persönlich mag, ist, dass man sich auch bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten immer wieder trifft.

Dagmar: Es ist natürlich etwas ganz anderes, als wenn man von Punkt zu Punkt läuft, wie bei Bari-Nordkap nächstes Jahr, wo man alleine läuft – nein Achim kommt einmal vorbei, weil er eine Stunde später startet. Aber mir gefällt das Rundenlaufen gut. Ich kann nicht sagen, dass ich mich langweile. Das weiß ich ja vorher, dass ich nichts Tolles zu sehen bekomme dort im Corona-Park in New York. 10 Tage immer das gleiche Bild, ich finde es nicht schlimm.

Vasanti: Wir hatten vorher das Mentale und das Meditative kurz angesprochen. Was läuft da bei euch so ab. Da passiert ja innerlich sehr viel, wenn man 6 Tage und mehr läuft. Was ist eure Erfahrung.

Achim: Gut, bei 6 Stunden spielt sich nicht so viel ab, weil man da ziemlich Tempo machen muss. Da achtet man bei den Runden auf seine Gegner, wie geht es denen, und nach drei Stunden trennt sich ja immer die Spreu vom Weizen. Anderes spielt sich natürlich ab, wenn man jetzt 6 Tage, 10 Tage oder durch einen Kontinent läuft, tausende von Kilometern, da spielen sich natürlich ganz andere Sachen im Kopf ab, weil man da auch viel mehr Tiefs hat, und das ist eben der entscheidende Punkt, aus diesen Tiefs wieder raus zu kommen und wieder weiter zu machen. Also, das spielt sich jetzt schon ab bei den 10 Tagen in New York, wo man nur 2 Stunden schläft. Man wird geweckt, man muss aufstehen und man muss wieder 22 Stunden laufen. Das ist der Punkt wo sich nachher die Top-Elite von den anderen unterscheidet. Die einen machen es und die anderen bleiben eben noch zwei Stunden liegen. Man muss mental stark sein, aufstehen, Schuhe anziehen und rausgehen.. Das sind die Punkte, die bei so einem Mehrtageslauf natürlich unheimlich zählen. Nicht soviel Pausen machen, auch wenn es schwer fällt, nicht soviel sitzen und nicht soviel schlafen. Das sind die, die auch immer ganz vorne sind.

Vasanti: Geht es dir dabei nur um Leistung oder geht es dir auch darum, dass du schöne innere Erfahrungen hast?

Achim: Ja für mich ist es immer wichtig, dass ich mit mir zufrieden bin. Also ich will ein gewisses Niveau haben, und wenn ich das habe, bin ich zufrieden. Ich kann nicht immer gewinnen, das ist klar. New York wird schwer. Ich trete gegen Madhupran an, der im Moment – so kann man sagen – die Nummer 1 auf der Welt ist, der Wolfgang Schwerk. Aber wir haben schon manche Duelle gefochten, früher schon, und das war sehr interessant, das wird schon ein heißes Ding, auch vom Kopf her. Und das macht mir dann auch wieder Spaß. Dann gibt es natürlich die anderen Sachen, wenn man durch Kontinente alleine läuft. Da spielen sich ganz andere Sachen ab. So wie nächstes Jahr Bari-Nordkap. Da sieht man natürlich tolle Landschaften, man läuft über Berge und über Pässe. Das ist natürlich dann vom Auge her schöner. Aber wie gesagt, ich laufe unheimlich gerne gegen die Uhr und unheimlich gerne gegen Gegner. Das kann mich unheimlich motivieren. Ich kann mich auch in einem Tiefpunkt daran sehr gut aufbauen.

Vasanti: Bist du dann frustriert, wenn du nicht der erste bist, oder ist der Gegner mehr eine Herausforderung, um dein Bestes zu geben?

Achim: Ja, wie gesagt, wenn ich mit mir selbst zufrieden bin, ist das o.k. Dann muss ich nicht immer gewinnen, dann kann ich auch Zweiter werden, das macht mir jetzt nichts aus. In New York sind wir zwei Deutsche und da möchte ich natürlich der beste Deutsche sein, wie Wolfgang (Madhupran) auch. Den sportlichen Kampf, der da auf der Strecke stattfindet, finde ich natürlich hochinteressant. Auch vom Kopf her. Da wird natürlich viel Taktik mitspielen, aber das ist gerade das, was so ein Rennen ausmacht, finde ich.

Vasanti: Worin besteht für dich die Faszination, so lange Läufe zu machen, wie die zehn Tage oder Bari-Nordkap, was absoluter Wahnsinn ist (ca. 4600 km).

Dagmar: Natürlich auch, dass das nicht jeder macht, dass wir uns ein bisschen hervorheben. Wie bei den Marathon-Läufen. Auch wenn die sechs Stunden direkt danach kommen, wird das Feld ja schon viel, viel kleiner, und die ganz langen Sachen machen dann nur noch ganz wenige. Zum einen finde ich das ganz toll, und dass man diese unvorstellbaren Sachen selbst schafft, wie die 10 Tage in New York Ende April oder Bari-Nordkap nächstes Jahr oder den zehnfachen Ironman, den ich gemacht habe.

Schaffen kann man das nur, wenn man sein Ziel immer vor Augen hat. Ich weiß vorher, dass ich mich da irre quälen muss, dass was zehn Tage weh tun wird und dass ich mich zehn Tage nicht ausschlafen kann, mich nicht gemütlich zum Essen hinsetzen und nochmal gemütlich für einen Kaffee und einen Nachtisch sitzen bleiben kann, das weiß ich alles und da muss ich mich immer wieder dran erinnern, dass ich das ja vorher wusste, und mich nicht selbst bedauern, das wäre ganz schlecht. Immer wieder an das Ziel denken, das ich mir selbst gesetzt habe. Beim Nordkap ist das einfacher. Da hat man diese Kugel vor Augen wo man hin will. Das ist bildlich etwas einfacher. Und dann darf man auch nicht die ganze Zeit an das große Ziel denken, sondern man muss sich das schön in kleine Häppchen einteilen. Bei 10 Tagen denke ich, kann man sich mal immer so von sechs Stunden zu sechs Stunden schleppen und dann mal wieder vom Mittagessen zum Abendessen. Das sind immer wieder gute Punkte, um sich das in kleine Etappen einzuteilen und so dem Ziel immer ein Stückchen näher zu kommen.

Vasanti: Auf deiner alten Homepage habe ich ein Gedicht entdeckt „Wenn man sich auf das Ziel konzentriert, dann braucht man sich um die Entfernung nicht zu kümmern“. Wo hast du das her?

Achim: Das habe ich mal irgendwoher. Aber es passt gut. Wenn man sich auf sein Ziel konzentriert, braucht man sich um den Weg dahin nicht zu kümmern. Das ist bei allem so, auch bei der Arbeit. Das muss man verinnerlichen und sagen, da will ich hin. Auch wenn dann jemand eher da ist, ist das egal. Wenn ich mein Ziel erreiche, dann bin ich zufrieden. Das ist die innere Zufriedenheit. Ihr kennt das selbst von Sri Chinmoy. Der hatte ja die gleichen Ideen. Wichtig ist, dass man mit sich und seinen Zielen zufrieden ist. Manchmal ist man Erster, manchmal ist man nur Zweiter oder Dritter. Das spielt keine Rolle. Beim zehnfachen Ironman war ich auch nur Fünfter. Aber trotzdem war ich zufrieden, weil ich unter zehn Tagen gefinished habe. Das ist so eine Schallmauer. Es ist wichtig, dass man alles durchlebt im Sport. Deshalb ist Sport auch die Schule des Lebens.

Vasanti: Wie wichtig ist Freundschaft oder freundschaftliche Beziehung für euch beim Sport?

Achim: Also ich laufe jetzt 15 Jahre in der Ultraszene und da kennt man natürlich so ziemlich alle. Es ist schön, wenn man sich wieder sieht und grüßt. Ansonsten sind wir natürlich auch viel unterwegs und haben jetzt nicht bei uns im Ort viele Freundschaften. Wir sind soviel unterwegs, da kann man solche Freundschaften nicht so pflegen. Beim Sport ist es so, wie jetzt in New York, da trifft man die wieder, die man vielleicht ein Jahr nicht gesehen hat. Das ist dann schön. Der Ultrasport oder der Extremsport ist doch eine kleine Familie, die reist durch die ganze Welt und immer trifft man sich mal wieder - das ist das Schöne, und dann tritt man gegeneinander an und das ist klasse.

Vasanti: Meine Erfahrung ist, dass man das Gefühl hat, dass man sich kennt, auch wenn man sich vorher noch kaum gesehen hat.

Dagmar: Was ich finde, ist, dass die Menschen im Ultrasport allgemein relativ freundschaftlich miteinander umgehen. Also, selbst meine größten Konkurrentinnen geben mir unterwegs immer noch irgendwelche Tipps oder ich denen, und ich finde, das ist etwas Schönes. Ich könnte ja auch mein Wissen für mich behalten und denken, „na ja, dann kommen die auf jeden Fall nach mir an“. Aber das mag ich nicht so. Man sieht ja immer, wenn es den anderen schlechter geht und gibt dann mal einen Tipp, und ich habe auch schon welche bekommen und das ist es, was ich total toll finde.

Achim: Die Extremsportgruppe ist ja klein. Da ist nicht jeder neidisch auf den anderen. Das ist beim Massensport ganz anders. Und vor allem dann, wenn es um viel Geld geht. Bei uns geht es ja nicht um Geld. Und deswegen ist auch da die Freundschaft und die Menschlichkeit viel größer, als wenn es jetzt hier 20.000 Euro gäbe, dann würde dir keiner mehr einen Tipp geben. Das ist eben der Unterschied. Wenn Geld eine Rolle spielt, ist das immer schlecht.

Vasanti: Wie geht es jetzt weiter?

Achim: Wir laufen jetzt in zwei Wochen noch mal einen Marathon. Heute hatte ich eine ganz gute Zwischenzeit mit 3:17. Da kann ich 3:05 bei einem normalen Marathon laufen. Damit habe ich noch mal eine gute Tempoeinheit und dann freue ich mich einfach auf den Zweikampf Madhupran gegen Heukemes.

Vasanti: Wie sieht es aus mit Verletzungen?

Achim: Verletzungen eigentlich nicht. Aber ich hatte dieses Jahr etwas die Seuche am Bein. Erst eine Gürtelrose. Da war das Immunsystem ganz kaputt. Dann waren wir im Trainingslager, da hatte ich eine Mittelohrentzündung und jetzt bin ich gerade auf dem Weg, wo ich mich wieder stabilisiere. Und trotzdem haben wir jetzt noch einmal eine Erkältung bekommen. Und jetzt will ich hoffen, dass ich in den nächsten fünf Wochen noch mal zwei Wochen schön trainieren kann. Dann müsste ich gut gerüstet sein. Wir haben gut Kilometer gemacht. Ich kenne ja den Wolfgang. Ich weiß, dass der gut vorbereitet ist. Jetzt müssen wir das Beste daraus machen.

Vasanti: Bist du auch mal „high“ bei den Läufen? Ich persönlich bin ja keine so schnelle Läuferin. Ich versuche es zu genießen und gehe immer bis an die Grenze, wo es mir noch Freude macht. Wenn es nicht anders geht, quäle ich mich natürlich auch ein Stück weit, aber irgendwie muss diese Freude da sein. Wie ist das bei euch?

Achim: Also heute habe ich mich kurz mit dem Harald unterhalten. Die ersten zwei Stunden sind wir so schön über den Asphalt geflogen, ganz locker. Das liebe ich. Die Geschwindigkeit liebe ich auch. Nur, ich bin jetzt 57 (Anm. der Red.: er schaut aus wie 40, maximal!), da lässt die Geschwindigkeit dann irgendwann nach. Das ist dann schade. Aber es ist schon schön, wenn man mal so zwei, drei Stunden schnell laufen kann. Wenn die Füße so über den Asphalt fliegen, das finde ich schon toll.

Dagmar: Zum Genießen muss natürlich Zeit sein. Die bleibt bei sechs Stunden nicht so. Obwohl, letztes Jahr haben wir das Badwater-Race gemacht und das war gigantisch, obwohl es da 52° sind, fand ich das so irre, diese Landschaft dort, die ja total karg ist, aber immer wieder anders und total reizvoll. Das habe ich dann schon genossen, obwohl es doch total anstrengend war. Wenn man mit solchen Bildern belohnt wir, kommt einem die Quälerei gar nicht so schlimm vor.

Vasanti: Wie sieht es mit der Ernährung aus?

Achim: Die findet nach einem Konzept statt. Das beginnt mit dem Frühstück, mit Müsli und und etwas für den Darm. Da verwende ich die FitLine-Produkte - da gibt es bestimmte Getränke für ganz bestimmte Zwecke, zum Regenerieren, zur Regulierung des Säurehaushalts, usw. Auch Biathleten verwenden das in letzter Zeit immer mehr.

Vasanti: Ich finde auch, dass gute Nahrungsergänzung wichtig ist, nicht nur im Ultrasport. Vielen Dank, dass ihr noch Zeit hattet und alles Gute!

Links von Achim Heukemes:
www.heukemes.net
www.fanconi.de/9_australien.htm"
www.runforlife05.com

und von Dagmar:
www.dagmar-grossheim.de

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